Kalmus (Gattung).html

 
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Kalmus
Kalmus (Acorus calamus)

Kalmus (Acorus calamus)

Systematik
Überordnung: Samenpflanzen (Spermatophyta)
Abteilung: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Klasse: Einkeimblättrige (Liliopsida)
Ordnung: Kalmusartige (Acorales)
Familie: Kalmusgewächse
Gattung: Kalmus
Wissenschaftlicher Name der Familie
Acoraceae
Martinov
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Acorus
L.
Verbreitungsgebiet
Kalmus (Acorus calamus), Illustration

Kalmus (Acorus) ist die einzige Gattung in der monotypischen Familie der Kalmusgewächse (Acoraceae), der einzigen Familie in der Ordnung der Kalmusartigen (Acorales). Sie gehören zu den Einkeimblättrigen Pflanzen (Liliopsida).

Früher wurde diese Gattung der Familie der Aronstabgewächse (Araceæ) zugeordnet.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Etymologie

Der Name Acorus stammt von griechisch Ἄκορον (Ákoron), einer Arzneipflanze, die Dioskurides als der Schwertlilie ähnlich beschreibt;[1] ob er wirklich den Kalmus meint, bleibt unsicher. Zu den deutschen Bezeichnungen siehe unter dem Artikel zur Art Acorus calamus.

Bearbeiten Verbreitung

Die Kalmus-Arten sind in Nordamerika, Ägypten und von Europa bis Südostasien heimisch.

Kalmus ist eine Gattung schilfartiger Pflanzen und zählt zu den Röhrichtpflanzen. Sie besiedelt die Ufer von Flussläufen und Marschland.

Bearbeiten Beschreibung

Es sind mehrjährige krautige Sumpfpflanzen. Als Überdauerungsorgane bilden sie Rhizome. Wenn man Pflanzenteile verletzt riechen sie stark aromatisch. Sie haben ungestielte, unifaziale, schwertförmige Laubblätter. In Kolben sind viele Blüten angeordnet. Die Spatha ist stängelähnlich. Die zwittrigen Blüten sind unscheinbar, dreizählig, pentazyklisch (mit fünf Blütenblattkreisen) und die sechs Blütenhüllblätter sind bräunlich, die sechs freien Staubblätter sind gelb. Die Früchte (Beeren?) sind braun bis rötlich.

Bearbeiten Verwendung

Aus Kalmus wird das „Kalmusöl“ gewonnen, das in der Heilkunde und bei der Parfüm- und Likörherstellung (hier hauptsächlich für Magenbitter) verwendet wird. Kalmus gilt als kräftigend und appetitanregend.

Das Kauen der Wurzel kann leichte Halluzinationen verursachen. Verantwortlich hierfür sind Asarone. Diese besitzen eine dem Meskalin ähnliche Struktur.

Bearbeiten Systematik

Die Kalmusgewächse sind wahrscheinlich die basalste Gruppe der Einkeimblättrigen Pflanzen.

Es gibt zwei bis sechs Arten. Man unterscheidet die folgenden Arten beziehungsweise Unterarten:

Bearbeiten Quellen

Bearbeiten Einzelnachweise

  1. Dioskurides, De materia medica I, 2, deutsche Übersetzung mit Anmerkungen: Prof. Dr. J. Berendes, Stuttgart 1902, p. 25f.

Bearbeiten Literatur

Bearbeiten Weblinks

Commons Commons: Kalmus (Gattung) – Bilder, Videos und Audiodateien
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