|
|||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Investmentbanken im weiteren Sinne betreiben so genannte Investmentgeschäfte. Diese Geschäftstätigkeit liegt im Wesentlichen auf der Vermögensverwaltung ihrer Kunden, dem Handel mit Wertpapieren sowie der Unterstützung von Unternehmen bei Kapitalaufnahmen (etwa Börsengänge). Investmentbanken dienen der Unterstützung des Handels an Finanzmärkten. Investmentbanken entstanden ursprünglich im US-Trennbankensystem als Gegenstück zu den Geschäftsbanken (commercial banks), denen das Aufnehmen von Kundeneinlagen gestattet war, die aber einer schärferen Aufsicht unterlagen. Im Zuge der US-Bankenkrise 2008 haben die noch verbleibenden großen Investmentbanken im September 2008 jedoch auf ihren rechtlichen Sonderstatus verzichtet. In Staaten mit einem Universalbankensystem (etwa Deutschland) gibt es meist keinen gesonderten Status für das Investmentbankinggeschäft.
Bearbeiten Historische EntwicklungInvestmentbanken entwickelten sich in den USA nach der Einführung des Glass-Steagall Act (1933), der eine strikte Trennung von Geschäftsbanken und Investmentbanken vorschrieb. Obwohl die strikte Trennung der Geschäfte unter diesem Gesetz 1999 aufgehoben wurde, unterlagen Investmentbanken weiterhin einer weniger scharfen Regulierung. Schon seit dem Ende der 1980er Jahre war eine zunehmende Übernahme von Investmentbanken durch Universalbanken zu beobachten. Dies wurde neben der Attraktivität und dem Image des Geschäfts auch damit begründet, dass gemischte Banken für ihre Kunden größere Garantien bei Emissionen geben und das gesamte Finanzierungsportfolio abdecken können. So übernahm die Credit Suisse 1988 die First Boston, die Deutsche Bank 1989 Morgan Grenfell, die Dresdner Bank 1995 Kleinwort Benson und 2000 Wasserstein Perella, die UBS S. G. Warburg und Paine Webber, die Citigroup Smith Barney und Salomon. Mit der US-Bankenkrise 2008 verschwanden in den USA zwischen Mai und September 2008 die fünf größten US Investmentbanken. So wurde wegen Refinanzierungsschwierigkeiten im September 2008 das Traditionshaus Merrill Lynch von der Bank of America übernommen und Lehman Brothers musste Insolvenz anmelden. Bear Stearns hatte im März ihrem Zwangsverkauf an den Finanzkonzern J.P. Morgan Chase zustimmen müssen. Auch die bis dahin verbliebenen Investmentbanken, Goldman Sachs und Morgan Stanley, gaben ihren rechtlichen Status als Investmentbank auf. Bearbeiten Leistungen von Investmentbanken
Neben den globalen (so genannte bulge bracket) Investmentbanken mit dem ganzen Leistungsspektrum haben sich daher auch Spezialisten wie Rothschild und Lazard entwickelt (oft auch als boutiques beschrieben), die sich hauptsächlich auf die Beratung beschränken. Bearbeiten Literatur zum Thema (Auswahl)Bearbeiten Wissenschaftliche Literatur
Bearbeiten Erlebnisberichte
Bearbeiten Siehe auch |
| All Right Reserved © 2007, Designed by Stylish Blog. |