|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Graz ist die Landeshauptstadt der Steiermark, zweitgrößte Stadt der Republik Österreich und bedeutende Universitätsstadt. Graz hat rund 253.000 Einwohner. Die Statutarstadt wurde im Jahre 2003 Kulturhauptstadt Europas und ist Menschenrechtsstadt sowie Träger des Europapreises. Die Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe. Bearbeiten GeographieGraz liegt an beiden Seiten der Mur, wo diese ihren Durchbruch durch das Grazer Bergland beendet und in das Grazer Becken eintritt. Die Stadt füllt den nördlichen Teil des Grazer Beckens von Westen bis Osten fast vollständig aus und ist daher an drei Seiten von Bergen umschlossen, die das eigentliche Stadtgebiet um bis zu 400 m überragen. Nur nach Süden öffnet sich das Stadtgebiet ins Grazer Feld. Die höchste Erhebung in Graz ist der Plabutsch mit 754 m im Nordwesten der Stadt. Tiefste Stelle ist mit ca. 330 m dort, wo die Mur das Stadtgebiet nach Süden verlässt. Graz liegt rund 150 km südwestlich von Wien. Die nächstgelegene größere Stadt ist Marburg an der Drau (Maribor) in Slowenien, rund 50 km südlich von Graz. Die beiden Städte verbinden immer enger werdende kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen. Die Euro-Region Graz-Maribor ist ein Beispiel dafür. Bearbeiten StadtgliederungSiehe auch: Liste der Stadtbezirke von Graz Das Stadtgebiet von Graz ist in 17 namentliche Stadtbezirke gegliedert.
Bearbeiten NachbargemeindenGraz ist umgeben vom politischen Bezirk Graz Umgebung, in dem sich auch alle folgenden Gemeinden befinden:
Bearbeiten Klima
Typisches Grazer Winterwetter: Durch die Beckenlage liegt in der Stadt dichter Nebel, während weiter oben strahlend blauer Himmel herrscht (Blick vom Schloßberg)
Graz liegt im Bereich der gemäßigten Klimazone, ist jedoch bereits stark beeinflusst vom mediterranen Klima. Durch die Lage am Südostrand der Alpen ergibt sich eine gute Abschirmung gegenüber den in Mitteleuropa vorherrschenden Westwetterlagen. Größere Niederschlagsmengen dringen daher vorwiegend aus dem mediterranen Bereich vor. Von dort bringt auch der Föhn immer wieder das typische „Föhnwetter“ mit warmem Wind.
Durch die geschützte Lage ist das Klima so mild, dass z. B. in den Parkanlagen auf dem Schloßberg Pflanzenarten gedeihen, die üblicherweise erst einige hundert Kilometer weiter südlich anzutreffen sind. Der mediterrane Einfluss zeigt sich auch bei den jährlichen Sonnenstunden, die in Graz um einiges zahlreicher sind als etwa in Wien. Allerdings hat die Beckenlage auch klimatische Nachteile: Besonders im Winter kommt es oft zu Inversionswetterlagen, die einen Luftaustausch im Grazer Becken verhindern und eine hohe Smog- und Feinstaubbelastung bewirken. Die ca. 140.000 Autos, die wochentags von auswärts nach Graz hineinfahren, tragen zusammen mit den von den Stadtbewohnern getätigten Autofahrten maßgeblich zur Feinstaubbelastung bei. In einer Expertise einer vom steirischen Gesundheitsreferat in Auftrag gegebene Studie finden sich erschreckende Zahlen über Erkrankungen und Mortalitätsraten in der Bevölkerung, die direkt mit Feinstaub zusammenhängen. Hierbei wurde ermittelt, dass der Feinstaub für ca. 40 vorzeitige Todesfälle pro Jahr in Graz verantwortlich ist. Außerdem wurde in dieser Studie der Individualverkehr als Hauptverursacher des Feinstaubs in Graz eruiert. In Graz wurde der Grenzwert von 50 µg/m3 2006 an 120 Tagen sogar um bis zum Dreifachen überschritten, hieße es dabei. Bearbeiten GeologieDas Gebirgsland nördlich von Graz auf beiden Seiten des engen Murtals besteht aus Kalk und Schiefer aus dem Paläozoikum. Bearbeiten Bevölkerungsentwicklung
Die Bevölkerungszahl von Graz überschritt etwa im Jahr 1870, in der sogenannten „Gründerzeit“, die 100.000er-Marke. In der Folge stieg die Einwohnerzahl bis in die 1970er-Jahre stetig an – teilweise durch natürlichen Zuwachs und Zuwanderung, teilweise durch die 1938 erfolgte Eingemeindung von Nachbarorten. Von Ende der 1970er Jahre bis 2001 verringerte sich die Zahl wieder, da viele Grazer in die Umlandgemeinden zogen. Obwohl in diesen Jahren die Zahl der Bewohner mit Hauptwohnsitz abnahm, gab es zeitgleich eine Zunahme an Bewohnern mit Zweitwohnsitz. Seit 2001 gibt es wieder eine Zunahme auch von Hauptwohnsitzbewohnern. 2005 hatten 38.472 Personen in Graz ihren Zweitwohnsitz, darunter viele der ca. 40.000 Studenten. Dazu kommen noch in Graz wohnende jüngere Werktätige, die ihren Hauptwohnsitz bei den Eltern außerhalb von Graz haben. Dies stellt Graz vor finanzielle Probleme, da die Stadt die Infrastruktur für alle in und um Graz wohnenden Menschen errichten und erhalten muss, vom Bund jedoch nur Geld für die Bewohner mit Hauptwohnsitz bekommt. Anderseits profitiert der Wirtschaftsstandort und die Bauwirtschaft von den meist jüngeren Zweitwohnsitzbewohnern [3]. Graz hat einen Frauenanteil von 52 Prozent und 109.830 Haushalte. laut ZMR (Zentrales Melderegister) Einwohner mit Hauptwohnsitz Quelle: Grazer Stadtverwaltung Bearbeiten GeschichteBearbeiten SteinzeitGeschichtlich nachweislich ist eine Besiedelung des Gebietes um den Grazer Schloßberg bereits seit der Kupfersteinzeit (um 3000 v. Chr.). Funde von Steingeräten im Bereich der Sackstraße, welche um das Jahr 2000 v. Chr. datiert werden können, lassen darauf schließen, dass es eine Siedlung südlich des Schloßberges gegeben haben könnte. Während der Urnenfelderkultur sind für die Grazer Gegend mehrere Befestigungen nachgewiesen. Die verschiedenen Volksstämme standen einander zwar zum Teil feindlich gegenüber, aber die Gesellschaft begann sich zu politisieren und zu spezialisieren. Bearbeiten RömerzeitDer Grazer Feld war in der römischen Kaiserzeit eine dicht besiedelte Agrarlandschaft, wie zahlreiche Funde beweisen. Die größte bekannte römische Anlage in der Steiermark befand sich im Bereich des heutigen Flughafens Graz-Thalerhof und wurde bei dessen Ausbau in den 1940er Jahren völlig zerstört.[4] Auf Grazer Boden dürfte sich zwar keine römische Siedlung befunden haben, als Kontinuität aus der Antike ist hier aber ein lokaler Verkehrsweg erhalten geblieben, der im Mittelalter als „strata hungarica“ bekannt war (von Osten, aus Pannonien kommend, bei St. Leonhard in das Grazer Feld führend und weiter nach Westen die Mur überquerend und im Anschluss auf eine Römerstraße, jetzt Alte Poststraße, treffend). Bearbeiten Slawen, AwarenIm 6. Jahrhundert drangen Slawen als Untertanen der Awaren in das dünnbesiedelte Land ein und ließen sich in den Regionen Krain, Kärnten und Steiermark nieder. Das Gebiet wurde nun Karantanien genannt. Slawen errichteten an diesem Ort später auch eine Burg („grad“ auf Altkirchenslawisch, Slowenisch und Kroatisch; „gradec“ bedeutet „kleine Burg“ auf Slowenisch). Daraus leitet sich der Ortsname ”Graz” ab, frühere Bezeichnungen der Stadt waren Grätz und Gratz. Die Slawen wurden ab dem 8. Jahrhundert von den Baiern und Franken christianisiert und allmählich assimiliert, die Awaren um das Jahr 800 von Karl dem Großen ausgeschaltet. Bearbeiten Einfall und Vertreibung der Ungarn
Schlacht auf dem Lechfeld in einem historisierenden Gemälde von Michael Echter
Schon um 900 fielen die Ungarn in das Gebiet der heutigen Steiermark ein und versuchten hier Fuß zu fassen. Fränkische und bayerische Grundherren, Adelige und Geistliche wurden vertrieben oder ermordet. Viele Orte wurden in Brand gesteckt und damit vernichtet. Erst nachdem Otto der Große auf dem Lechfeld im Jahre 955, die Ungarn endgültig besiegte, konnte die bayerische Besiedlung des Gebiets weitergehen. Um weitere Angriffe von außen vorzeitig abwehren zu können, teilte der Kaiser die Randgebiete in eine Markenstruktur ein. Auf Grazer Gebiet erstreckte sich die Mark an der mittleren Mur. Bearbeiten Eppensteiner, Lambacher, TraungauerVon 970 bis 1035 waren die Eppensteiner die Herren der Mark an der mittleren Mur. Ab dem Jahre 1035 übernahm das Geschlecht der Grafen Wels-Lambach die Markgrafenwürde für das steirische Gebiet (inkl. Graz), die Eppensteiner durften aber ihr Landeigentum (Karantanien) behalten. Nur 15 Jahre dauerte die Herrschaft der Wels-Lambacher, danach war dieses Geschlecht erloschen. Die Otakare aus dem Traungau, Traungauer genannt, folgten ihnen. Deren Sitz war in Steyr. 1122 war ein entscheidendes Jahr für die Steiermark. Die Eppensteiner starben aus und der Grundbesitz ging auf die Traungauer über. Zu dieser Zeit war aber das Grazer Gebiet noch nicht im Besitz der Traungauer, es gehörte von der Mur bis vor Sankt Ruprecht an der Raab dem Hochfreien Bernhard von Stübing, einem Enkel des Pfalzgrafen Aribo. Auf dem Schloßberg wurde durch seine Dienstmannen eine romanische Herrschaftsburg errichtet. Doch auch die zivile Stadt begann sich zu entwickeln; direkt unterhalb der neuen Burg, auf dem Gebiet des heutigen Freiheitsplatzes, wurde zwischen den Jahren 1125 und 1130 der dazugehörige Meierhof gegründet. Dies hatte zur Folge, dass auch ein eigenes Gewerbe- und Marktzentrum im Bereich der heutigen Sackstraße entstand. Dieser Gassenmarkt hatte eine Länge von ca. 180 Metern. Damit war für Graz der Grundstein gelegt, eine zentrale Rolle in der zukünftigen Steiermark einzunehmen. Die größere Bedeutung schlug sich auch darin nieder, dass es immer häufiger in Urkunden Erwähnung fand. Auch die planmäßige Besiedlung des Grazer Beckens wurde in dieser Zeit begonnen. Bearbeiten Erstmalige urkundliche ErwähnungDie erste Nennung dürfte sich auf einer undatierten Urkunde des Markgrafen Leopold befinden, mit der er seinem Ministerialen Rüdiger einige Güter bei Hartberg überließ, die nach dessen Tod an das Stift Rein fallen sollten. Diese Urkunde existiert nicht mehr im Original, es gibt nur noch eine Abschrift aus dem 15. Jahrhundert davon. Dieses Schriftstück dürfte erst im letzten Drittel des 12. Jahrhundert verfasst worden sein, doch der Inhalt ist auf 1128/29 zu datieren. Mündliche Zusagen erst viel später niederschreiben zu lassen war zu jener Zeit durchaus üblich. Die erste gesicherte Erwähnung von Graz stammt aus dem Jahre 1140, als Udalrich von Graz die Errichtung des Augustiner-Chorherren-Stiftes zu St. Marein an der Feistritz (heute: Abtei Seckau) durch Adalram von Waldeck in einem Dokument bezeugte. Bearbeiten Graz fällt an Markgraf Ottokar III.Regalien, die bisher in diesem Gebiet dem König gehörten, wie die Berghoheit, Juden- und Münzregal, Maut- und Zollstätten, konnte Leopolds Sohn, Ottokar III., für das im Entstehen begriffene Land für sich gewinnen. Auch die Landgerichtsbarkeit ging auf ihn über. Mit der Annahme eines Hauswappens (Panther) und der Bezeichnung des Markgrafen als princeps (Fürst) in den Jahren um 1160 wurden auch die Äußerlichkeiten für eine abgeschlossene Landesbildung erfüllt, nachdem es ihm bis 1156 gelungen war, die Erben Bernhards von Stübing auszuschalten und das gesamte Grazer Gebiet der Aribonensippe abzunehmen. In die Zeit um 1160 fällt auch die Gründung des zweiten, großen Grazer Marktes auf dem Boden des heutigen Hauptplatzes, der damals aber bis zur Landhausgasse reichte. Als Ottokar III. 1164 starb, schien alles dafür zu sprechen, dass dieser Aufschwung nur von kurzer Dauer sei, denn er hinterließ nur einen gerade einjährigen Sohn, Ottokar IV., für den seine Witwe Kunigunde die Regentschaft übernahm. Doch die Steiermark blieb eine Einheit. 1180 wurde durch Kaiser Friedrich Barbarossa das Land sogar zum Herzogtum erhoben. Bearbeiten Die Georgenberger HandfesteDa Ottokar IV. kinderlos blieb und sich den Aussatz zugezogen hatte, nahm er Kontakt mit dem babenbergerischen Herzog Leopold V. auf. Sie trafen sich auf dem Georgenberg bei Enns und schlossen 1186 einen Erbvertrag, in welchem der Traungauer den Babenberger als seinen Erben bestimmte (vgl. Georgenberger Handfeste). Bearbeiten Erste Stadtmauer und WappenUm 1233 gibt es die ersten Aufzeichnungen, die von einer Ummauerung des Marktes sprechen. Die Grazer Ringmauer umschloss den Siedlungsbereich um den Markt und die unmittelbar daran anschließenden ältesten Vororte. Sie verlief vom Schloßberg zur heutigen Ursulinenkirche, lief entlang der Nord- und Murseite des Palais Attems und überquerte die Murgasse. Die Franziskanerkirche einschließend, zog sie an der Hinterseite der östlichen Häuserreihe im Kälbernen Viertel weiter, bis sie vor der Albrechtgasse schräg von der Mur abbog. Nun führte die Mauer entlang der Westseite des alten Joanneums zur heutigen Ecke Kalchberggasse/Schmiedgasse und hier entlang der Häuserfront Hans-Sachs-Gasse bis zum Tummelplatz. Die Ostmauer zog nun mitten durch den Häuserblock östlich des Bischofplatzes und ging hinter der östlichen Häuserzeile der Färbergasse weiter. Die Sporgasse wurde unterhalb der Stiegenkirche überquert und die Mauer zog sich zur unteren Burg in die Nähe des Uhrturms weiter. Alle für eine Stadt notwendigen äußerlichen und rechtlichen Merkmale hatte Graz nun gesammelt: einen Markt, eine eigene Gerichtsbarkeit und eine Befestigung. Auch erste Vorstädte begannen sich zu entwickeln, also ein Gebiet um die Stadtmauern, das von der Stadt abhängig war. So erhielt Graz um 1245 auch sein Wappen, das an das steirische angelehnt war: In Grün ein aufrecht nach rechts schreitender, silberner, goldbewehrter, mit einer goldenen, dreiblättrigen Laubkrone gekrönter Panther ohne Hörner, aus dessen Leibesöffnungen rote Flammenzungen schlagen. Bearbeiten Graz als Residenz der Habsburger1379 wird Graz Residenz der Habsburger – die Habsburger wohnten in der Grazer Burg und regierten von dort aus Innerösterreich, zu dem die Steiermark, Kärnten und Teile des heutigen Italiens (Triest und Inneristrien) und Sloweniens (Krain und die Untersteiermark) gehörten. Graz bleibt (neben Wien und Innsbruck) bis ins Jahr 1619 habsburgische Residenzstadt. Bearbeiten Universität, Kepler und GegenreformationBereits 1573 wurde eine dreiklassigen Lateinschule in Graz als „Archiducale Gymnasium Soc. Jesu Graecensis“ gegründet. 1585 wurde die erste Universität von Erzherzog Karl II. von Innerösterreich gegründet. 1586 wurde die Lateinschule (das spätere Akademische Gymnasium am Tummelplatz) der neuen Universität zu Graz angegliedert, Gesamtname: „Academia, Gymnasium et Universitas“. Sie wurde aber schon im selben Jahr an die Societas Jesu übergeben mit dem Ziel, allen sozialen Schichten eine elitäre Ausbildung angedeihen zu lassen. Zu dieser Zeit prägten italienische Künstler und Baumeister das Bild der Stadt. Einer der bekanntesten Bauten ist das Landhaus, das im Renaissancestil erbaut wurde. Hier tagten die steirischen Landstände. Von 1594 bis 1600 lehrte Johannes Kepler an der Stiftsschule. Diese Hochschule war das protestantische Gegenstück zur Universität Graz. Die Türken erreichten bei ihren Kriegszügen immer wieder das Gebiet von Graz. 1619 übersiedelte der gesamte Hofstaat nach Wien. Bearbeiten Napoleon in Graz
Bearbeiten Erste RepublikAm 12. November 1918 verkündete Ludwig Oberzaucher, Sozialdemokrat, vom Balkon des Schauspielhauses vor einer großen Menschenmenge am Freiheitsplatz die Proklamation der Republik. Im Mai 1919 gab es die erste Wahl zur Gemeindevertretung, bei der der Sozialdemokrat Vinzenz Muchitsch Bürgermeister wurde, und es bis zu seiner gewaltsamen Absetzung 1934 auch bleiben sollte. Der Friedenvertrag von Saint-Germain-en-Laye, unterzeichnet am 10. September 1919, bestimmte, dass die Untersteiermark an den neu geschaffenen jugoslawischen Staat abgetrennt wurde, jedoch die von Jugoslawien ebenfalls beanspruchten Gebiete um Soboth und Radkersburg bei Österreich verblieben. Somit verlor die Steiermark ein Drittel ihres Gebiets. Dies war ein großer Schlag für Graz, denn es bedeutete, dass es nun endgültig von einer Binnenstadt eines Großstaates zur Grenzstadt eines Kleinstaates degradiert und von vielen wichtigen Versorgungsgebieten abgeschnitten wurde. Zwischen 1931 und 1932 wurde das Grazer Krematorium nach Plänen des Architekten Erich Boltenstern [5] im Auftrag des Feuerbestattungsvereines „Die Flamme“ [6] als erstes in der Steiermark errichtet. Bearbeiten „Volkserhebung“ in GrazBereits am 24. Februar 1938 waren Tausende Nationalsozialisten in Demonstrationszügen durch die Grazer Innenstadt gezogen, obwohl deren Partei im Austrofaschismus verboten war. Im Zuge des „Anschlusses“ übernahmen die lokalen Nationalsozialisten bereits vor dem Eintreffen der deutschen Truppen am Flughafen Thalerhof die Kontrolle in der Stadt und mit Einverständnis des Bürgermeisters die Straßen und das Rathaus mit Hakenkreuzfahnen zu beflaggen, was der Stadt die Bezeichnung als „Hochburg des Nationalsozialismus“ eintrug. Auch die Studenten der Grazer Universitäten beteiligten sich an den Aufmärschen und waren in großer Zahl Mitglieder von SA und SS. Sie begrüßten dann auch die Vereinigung mit dem Deutschen Reich und schlugen vor, dass die Hochschule in „Adolf-Hitler-Universität“ umbenannt werden sollte. Die Grazer Universitäten waren in ihrem Verständnis der südöstliche Vorposten der deutschen Wissenschaft, „Wegbereiter des Deutschtums“ und ein „Bollwerk gegen die Gefahr aus dem Osten“. Unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden Vertreter der anderen Parteien verhaftet, sowie etwa 2.400 Grazer, die gemäß den Nürnberger Gesetzen als Juden galten, verfolgt, ihres Eigentums beraubt, zur Emigration gezwungen oder nach Wien deportiert. Die Zeremonienhalle und die Synagoge wurden im November 1938 zerstört. Im März 1940 galt die Steiermark als „judenrein“. Anlässlich einer Feier am 25. Juli 1938, in der die steirischen Nationalsozialisten mit dem Motto „Und ihr habt doch gesiegt“ der Putschisten des Jahres 1934 gedachten, verlieh Hitler der Stadt den Titel „Stadt der Volkserhebung“. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich entstand Groß-Graz mit der Eingemeindung von Liebenau, St. Peter, Waltendorf, Ries, Maria Trost, Andritz, Gösting, Eggenberg, Wetzelsdorf und Straßgang. Bearbeiten Zweiter WeltkriegWährend des Zweiten Weltkrieges wurden in Graz 16 % der Gebäude zerstört und 1788 Einwohner starben bei den Angriffen, die vor allem in den Jahren 1944/45 stattfanden. Die Altstadt blieb weitgehend von Bombenangriffen verschont, nur der Bereich Tummelplatz wurde schwer getroffen – darunter auch die Oper. Hauptziele der Angriffe waren der Hauptbahnhof sowie die großen Industrieanlagen im Westen und Süden der Stadt. Bedingt durch die hohe Zahl der Fehlabwürfe wurden die Gebiete um die Hauptziele schwer in Mitleidenschaft gezogen. Wegen der von Zwangsarbeitern in den Schloßberg gegrabenen weitläufigen Luftschutzstollen blieb die Zahl der Bombentoten, in Relation zur Schwere der Angriffe, gering. 1945 zogen sowjetische Truppen, später britische Truppen in Graz ein, die bis 1955 blieben. Bearbeiten Zweite RepublikDer steirische herbst wurde 1968, die Styriarte 1985 das erste Mal ins Leben gerufen. Seitden finden diese für Graz kulturell bedeutenden Festivals jedes Jahr statt. Neue Brücken wurden erbaut und 1972 die erste Fußgängerzone eröffnet. Ende der 80er Jahre entwickelte sich Graz zu einem Tor nach Südost. 1988 wurde Puntigam zum eigenen Bezirk erhoben und die Stadt erhielt ihre heutige Größe von 17 Bezirken. 1993 wurde Graz von Greenpeace mit dem Klimaschutzpreis ausgezeichnet. Im gleichen Jahr richtete Graz nach dem Auftrag der Kulturminister der Europäischen Union den „Europäischen Kulturmonat“ aus.[7] Bearbeiten Graz als Kulturhauptstadt1999 wird die Grazer Altstadt zum Weltkulturerbe erklärt. In der Verantwortung für die Generationen wurde Graz 2001 zur ersten Menschenrechtsstadt in Europa. 2002 wird die Stadt unter 140 Bewerbern mit dem Projekt „Ökodrive“ mit dem „Climate Star“ ausgezeichnet. Im Jahr 2003 wurde Graz Kulturhauptstadt Europas. Es war eines der größten Kulturprojekte, das es in Österreich je gegeben hat. Es wurde versucht, Graz mit all seinen Qualitäten in den Mittelpunkt der europäischen Aufmerksamkeit zu stellen. Über 100 Projekte und über 6000 Veranstaltungen aus allen Bereichen der Kultur wurden dem Publikum vorgestellt. Die Murinsel mit Amphitheater, Playground und Café wurde gebaut, das Kunsthaus wurde errichtet, ein eigenes Kunsttaxi geschaffen und eine ganze Reihe Ausstellungen eröffnet. Das übergeordnete Motto für die Veranstaltungen lautete: Graz darf alles! 2006 trat Graz der UNESCO Städtekoalition gegen Rassismus bei.[8] Bearbeiten Politik
Wahrzeichen der Stadt: Der Grazer Uhrturm
Graz, vom Gipfel des Schöckl aus gesehen, im Jänner 2007. Deutlich zu erkennen ist der Grazer Schloßberg.
Graz ist eine Statutarstadt. Das bedeutet, dass die Gemeindeorganisation durch ein eigenes Landesgesetz (Statut der Landeshauptstadt Graz aus dem Jahr 1967) geregelt wird und die Gemeindeorgane (insbesondere der Magistrat) neben den üblichen Aufgaben einer Gemeinde auch die der Bezirksverwaltungsbehörde übernehmen. So finden auch die Grazer Gemeinderatswahlen nicht zusammen mit jenen der übrigen steirischen Gemeinden statt. Weiterhin ist Graz der Sitz des Steirischen Landtages (im Landhaus), der Steirischen Landesregierung und aller Landesbehörden, der Bezirksverwaltungbehörde Graz-Umgebung, der Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Arbeiterkammer Steiermark, der Bundespolizeidirektion Graz, des Oberlandesgerichtes, der Sicherheitsdirektion, der Finanzlandesdirektion und des AMS. Bearbeiten GemeinderatIn den letzten Jahrzehnten wartete die Grazer Kommunalpolitik mit einigen Besonderheiten auf. Das in Graz traditionell politisch starke deutschnationale Lager, vertreten durch die FPÖ, bekam überdurchschnittlich viele Wählerstimmen und stellte zwischen 1973 und 1983 mit Alexander Götz den Bürgermeister der Stadt. Danach fiel die FPÖ auf wenige Mandate zurück. Zur gleichen Zeit war Graz die erste Großstadt in Österreich, in der die Grünen – als Alternative Liste Graz (ALG) – in den Gemeinderat einzogen (1983). Nachdem in der folgenden Periode die Mehrheitsverhältnisse nicht so eindeutig waren, haben sich die Zeit zwei Bürgermeister aufgeteilt, zuerst Franz Hasiba von der ÖVP und anschließend Alfred Stingl von der SPÖ, der anschließend das Amt bis 2003 bekleidete. In der nächsten Periode war die kommunalpolitische „Besonderheit“, dass die KPÖ mit über 20 % der Stimmen die drittstärkste politische Kraft in Graz wurde. Dies wurde vor allem dem sozialen Engagement des ehemaligen KPÖ-Spitzenkandidaten und Gemeinderates Ernest Kaltenegger zugeschrieben. Nachdem Kaltenegger für die KPÖ-Steiermark bei den Landtagswahlen 2005 antrat und in den Landtag einziehen konnte, verließ er den Grazer Gemeinderat. Die letzten Gemeinderatswahlen fanden am 20. Jänner 2008 statt. Die ÖVP unter ihrem Spitzenkandidaten Siegfried Nagl konnte ihren ersten Platz verteidigen und den Vorsprung auf die politischen Mitbewerber sogar leicht ausbauen. Die Liste ÖVP-Bürgermeister Nagl ist seither fast doppelt so stark wie der nächste Verfolger. SPÖ und KPÖ erlitten schwere Verluste, die zumindest bei der KPÖ nach dem Abgang ihres Spitzenpolitikers Kaltenegger in die Landespolitik von einigen Beobachtern erwartet worden waren. Das schwache Abschneiden der SPÖ kam hingegen überraschend, ihr waren ca. 30% vorausgesagt worden. Die FPÖ konnte nach heftig umstrittenen Äußerungen ihrer Spitzenkandidatin bezüglich des Islam in Österreich ebenso wie das rechts der Mitte stehende BZÖ einen Erfolg verbuchen, größter Wahlsieger waren jedoch die Grünen, die ihren Stimmen- und Mandatsanteil verdoppeln konnten. Insgesamt kam es zu einer Mandats- und Mehrheitsverschiebung von Rot-Rot-Grün zu Schwarz-Blau-Orange. Der Gemeinderat setzt sich seit Jänner 2008 wie folgt zusammen (nach den Gemeinderatswahlen vom 20. Jänner 2008, in Klammer die Änderung der Mandatsstände gegenüber 2003: Anfang März einigten sich die Bürgermeisterpartei ÖVP unter Siegfried Nagl und die Grünen unter Lisa Rücker zu einer gemeinsamen Arbeitsübereinkommen. Am 13. März 2008 wurde die neue Regierung unter Schwarz-Grün angelobt. Erstmals konnte die zweitstärkste Partei, die SPÖ, den Vizebürgermeistersessel nicht erlangen und zum zweiten Mal gelang es einer Frau, aktuell Lisa Rücker (Grüne), diese Position einzunehmen. Aufgrund der Wahlordnung sind nunmehr fünf der sechs Gemeinderatsparteien in der Stadtregierung vertreten, einzige Partei ohne Stadtrat ist das BZÖ. Die Vertreterin Susanne Winter der FPÖ in der Stadtregierung wurde zwar gewählt, durfte aber zunächst ihre Funktion nicht ausüben. Dies ist inzwischen durch eine Statutenänderungen doch möglich geworden. Gegen sie läuft ein Strafverfahren wegen Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Symbole, nachdem sie im Jänner 2008 den islamischen Religionsgründer Mohammed in ihrer Neujahrsansprache als „Kinderschänder im heutigen System“, der „den Koran in einem epileptischen Anfall geschrieben“ habe, bezeichnet hatte. Nach der Wahl stand sie wegen erhaltener Drohungen einige Zeit unter Polizeischutz. Nach der Nationalratswahl 2008 zog Susanne Winter in den Nationalrat nach Wien und wurde durch Mario Eustacchio als Grazer Stadtradt ersetzt. [9] Der Grazer KPÖ-Gemeinderat Herbert Wippel musste im Oktober 2008 wegen Verdachts auf Kinderpornografie zurücktreten.[10] Siehe auch: Liste der Grazer Bürgermeister Bearbeiten StädtepartnerschaftenGraz unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
Bearbeiten SehenswürdigkeitenBearbeiten Grazer Altstadt
Blick aus dem Kunsthaus auf das Weltkulturerbe: Links der Schloßberg, rechts die Altstadt mit der Franziskanerkirche
Arkadenhof im Landhaus
Die Grazer Altstadt wurde 1999 wegen ihres Erhaltungszustandes und weil ihre geschichtliche Entwicklung im Altstadtbild ablesbar ist, zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Diese Auszeichnung bedeutet auch die Verpflichtung, das historische Erbe mit seinem Bauensemble von der Gotik bis zum 21. Jahrhundert zu erhalten und neue Architektur harmonisch einzufügen. Die meisten der Grazer Sehenswürdigkeiten sind in der Altstadt. Diese bedeckt die gesamte Innere Stadt, geht aber noch über die Bezirksgrenzen hinaus. Im Kern liegt der Schlossberg der zwischen ca. 1125 - 1809 eine Festung war. Da sie nie eingenommen wurde steht sie im Guinness-Buch der Rekorde als stärkste Festung aller Zeiten. Am Schlossberg sind noch einige Festungsanlagen und Bauwerke erhalten geblieben. Unter ihnen das Wahrzeichen von Graz, der Uhrturm von 1570. Am Fuße des Schlossberges liegt die Grazer Stadtkrone. Sie wird durch den gotischem Dom (Domkirche St. Ägidius), dem Mausoleum und Katharinenkirche aus dem 17. Jahrhundert, der alten Jesuiten Universität und der Grazer Burg gebildet. Besonders zu erwähnen ist das Landplagenbild am Dom. Die Grazer Burg ist eine ehemalige Habsburger Residenz mit der gotischen Doppelwendeltreppe von 1499. Am Hang des Schlossberges verläuft die Sporgasse, eine Einkaufs- und Cafestraße. In dieser Gasse finden sich auch einige Sehenswürdigkeiten, unter anderem das Palais Saurau, die Stiegenkirche, die Mittelalterliche Hofstättenanlagen und der Deutschordenshof. Ähnlich wie die Sporgasse ist die Sackstraße (Graz). Hier findet sich das Kaufhaus Kastner & Öhler, das Palais Attems, das Palais Herberstein in dem sich die Neue Galerie befindet, das Palais Khuenburg in dem sich das Stadtmuseum befindet und der Schlossbergplatz. Von diesem aus führt der „Kriegssteig“ auf den Schlossberg, weiterhin liegt hier auch ein Eingang in die Schlossbergstollen. Diese Stollen waren in den Weltkriegen als Bunker angelegt worden. Heute befinden sich in ihnen unter anderem die Veranstaltungshalle „Dom im Berg“ und die Märchengrottenbahn. Die Sporgasse sowie die Sackstraße beginnen am Hauptplatz. An diesem zentralen Ort der Stadt steht das Rathaus und der Erzherzog-Johann-Brunnen. Zwischen Hauptplatz und dem zweiten zentralen Platz, dem Jakominiplatz ist die Herrengasse, eine barocke Prunkstraße. Hier steht das Landhaus mit dem Renaissancearkadenhof, das Landeszeughaus mit der größten mittelalterlichen Waffensammlung der Welt, das „Gemaltes Haus“ und die Stadtpfarrkirche. Der Name der Glacisstraße erinnert noch an die einstige Stadtbefestigung von Graz. Die Stadtmauer lässt sich noch an manchen Stellen erkennen und es sind noch zwei Stadttore erhalten geblieben, das Burgtor und das Paulustor. Auf Teilen des ehemaligen Glacis wurden durch den Grazer Bürgermeister Moritz Ritter von Franck ein Park begründet, dieser große Park ist heute der Stadtpark. In der Nähe des Stadtparks ist die Grazer Oper, das zweitgrößte Opernhaus Österreichs das von dem Wiener Architekturbüro Büro Fellner & Helmer Ende des 19. Jahrhundert erbaut wurde. Direkt neben dem Opernhaus steht das Lichtschwert. Auch das Schauspielhaus, welches 1776 eröffnet wurde, befindet sich in der Altstadt. Die Franziskanerkirche, die zweitgrößte Kirche von Graz ist am Ufer der Mur zu finden. In direkter Nähe sind die modernen Gebäude Murinsel und das Kunsthaus. Weiterhin sind die Hauptgebäude der Karl-Franzens-Universität, der Technische Universität und der Universität für Musik und darstellende Kunst, sowie die Leechkirche, die älteste Kirche in Graz (1202), und das Landesmuseum Joanneum in der Altstadt. Unweit der Karl-Franzens-Universität befindet sich der Botanische Garten. Bearbeiten Sehenswürdigkeiten außerhalb der AltstadtDie meistbesuchte Sehenswürdigkeit von Graz befindet sich nicht in der Grazer Altstadt sondern am westlichen Stadtrand: der Park des Schloss Eggenberg mit jährlich über 1 Million Besuchern. Es ist ein Englischer Landschaftsgarten, in dem Pfaue frei herumlaufen. Das Schloss ist die bedeutendste barocke Schlossanlage der Steiermark. Seine Anfänge reichen bis ins Mittelalter zurück und es wurde ab 1625 im Auftrag Johann Ulrichs von Eggenberg (1568–1634) erweitert. Architekten waren wahrscheinlich Pietro de Pomis und Laurenz van der Sype. Unweit dieses Schlosses befinden sich die Burgruine Gösting. eine Burg im Norden der Stadt, die das Murtal nördlich von Graz kontrollierte. 1723 durch Blitzschlag zerstört und heute als Ruine ein beliebtes Ausflugsziel. Nach der Zerstörung erbauten die Grafen Attems als neuen Sitz das schlichte Barockschloss Gösting. Auch eine Reihe wichtiger Kirchenbauten befinden sich außerhalb der Altstadt. Darunter die größte Kirche von Graz die Herz-Jesu-Kirche, die Kirche St. Leonhard und die Wallfahrtsorte Mariatrost und Mariagrün. Die größte Jugendstilanlage Österreichs befindet sich im Osten der Stadt, das LKH-Universitätsklinikum Graz. In dessen Nähe findet man auch die Rettenbachklamm, eine ganzjährig begehbare Klamm im Stadtgebiet. Bearbeiten Kirchen und SynagogenIn Graz gibt es wie in den meisten Städten im katholisch geprägten Österreich eine Fülle an Kirchen. Die älteste Kirche von Graz ist die Leechkirche, deren Ursprünge in das Jahr 1202 zurückgehen. Sie liegt im Bezirk Geidorf nahe der Universität und wird inzwischen als Universitätskirche genutzt. Die höchste Kirche ist die im neugotischen Backsteinstil erbaute Herz Jesu Kirche. Sie ist mit 109,6 m die dritthöchste Kirche Österreichs und das höchste Gebäude von Graz. Im gleichem Bezirk befindet sich die 1361 erstmals urkundlich erwähnte Kirche St. Leonhard. Der Grazer Dom, das kunst- und kulturhistorisch bedeutendste Sakralbauwerk in Graz, wurde unter Friedrich III. im 15. Jahrhundert errichtet und war Hofkirche der römisch-deutschen Kaiser. Direkt neben dem Dom befindet sich das Mausoleum Kaiser Ferdinands II., das eines der bedeutendsten Gebäude aus der Übergangszeit von Renaissance zu Barock in Österreich darstellt. Zusammen bilden die beiden Kirchen die so genannte Stadtkrone von Graz. Die Grazer Stadtpfarrkirche ist die einzige Kirche der Welt in der Hitler und Mussolini abgebildet sind, da sie von einem Künstler, dessen Werk im dritten Reich als entartet galt und der die zerstörten Fenster nach dem Zweiten Weltkrieg neu gestalten sollte, unter den Peinigern Jesu abgebildet wurden. In der Innenstadt hat sich auch seit dem 13. Jahrhunderts ein Franziskanerkloster erhalten. Im Stadtteil Mariatrost gibt es zwei Wallfahrtskirchen: die Basilika Mariatrost, von der der Stadtteil seinen Namen hat und die als wichtigste Barockkirche der Steiermark gilt, sowie die Mariagrüner Kirche. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||