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Die Europäischen Normen (EN) sind Regeln, die von einem der drei europäischen Komitees für Standardisierung Europäisches Komitee für Normung (CEN), Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung (CENELEC) oder Europäisches Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) ratifiziert worden sind. Alle EN-Normen sind durch einen öffentlichen Normungsprozess entstanden. Bearbeiten Bezeichnung Europäischer NormenFolgende Nummernbereiche sind definiert:
Da die Normen bei Bedarf - spätestens jedoch nach fünf Jahren - aktualisiert werden, ist die Angabe einer Version sinnvoll. Das Entstehungsjahr wird hinter der Norm angefügt, abgetrennt durch einen Doppelpunkt. Beispiel: EN 50126:1999 Zusätzlich zu den genannten EN-Normen gibt es noch die ISO-Normen mit den Nummern ISO 1 bis 59999 und die IEC-Normen von IEC 60000 bis 79999, sowie EN-Normen außerhalb der definierten Nummernbereiche. Wenn eine EN von einem nationalen Normungs-Institut in das nationale Regelwerk übernommen wird, erhält sie den Status einer nationalen Norm (z.B. Deutsches Institut für Normung (DIN), Österreichisches Normungsinstitut (ÖNORM), Schweizerische Normen-Vereinigung (SN)). Der Bezeichnung wird dann die länderspezifische Abkürzung vorgestellt (z.B. ÖNORM EN...), wobei die Nummer der europäischen Norm üblicherweise übernommen wird, z. B. DIN EN ISO 2338:1998 oder ÖNORM EN ISO 9001:2000. Bearbeiten Erarbeitung einer Europäischen NormEuropäische Normungsarbeit beginnt mit einem Normungsvorschlag, der von einem Mitglied der europäischen Normungsorganisationen CEN, CENELEC, ETSI wie z.B. dem DIN Deutsches Institut für Normung e.V. oder dem Österreichischen Normungsinstitut ON, von der Europäischen Kommission oder von europäischen oder internationalen Organisationen eingebracht werden darf. Bei Bereitschaft zur nationalen Mitarbeit und einer gesicherten Finanzierung wird bei CEN und CENELEC die Arbeit an ein bestehendes Technisches Komitee vergeben oder ein neues Arbeitsgremium eingerichtet. Das Sekretariat wird jeweils von einer der nationalen Normungsorganisationen geführt. Vom zuständigen Arbeitsgremium wird ein erstes Manuskript für einen Europäischen Norm-Entwurf erarbeitet. Diesem können im Verlauf der Beratungen weitere folgen bis ein Konsens erreicht wird. Ein im Konsens entstandener Vorschlag wird dann zum Zweck der öffentlichen Diskussion an die nationalen Normungsorganisationen gegeben. Hierzu wird von CEN und CENELEC mit der Veröffentlichung eines Europäischen Norm-Entwurfs (prEN) in deutscher, englischer und französischer Sprache eine öffentliche Umfrage eingeleitet. Die nationalen Normungsorganisationen haben daraufhin fünf Monate Zeit, eine nationale Stellungnahme abzugeben. In Deutschland wird dazu die deutsche Sprachfassung als Entwurf einer DIN-EN-Norm veröffentlicht, zu dem innerhalb von zwei Monaten Stellungnahmen abgegeben werden können. Über die Stellungnahmen wird dann vom national zuständigen Ausschuss (Spiegelausschuss) beraten und eine nationale Stellungnahme abgegeben. Auf Basis der nationalen Stellungnahmen erstellt das europäische Arbeitsgremium einen Schlussentwurf, der erneut in deutscher, englischer und französischer Sprache veröffentlicht wird. Über die Annahme als Europäische Norm entscheiden die nationalen Normungsorganisationen anschließend in einer zweimonatigen Schlussabstimmung. Für die Annahme sind mindestens 71 % der gewichteten Stimmen der CEN/CENELEC-Mitglieder nötig. Die Ratifizierung einer Europäischen Norm erfolgt automatisch einen Monat nach einem positiven Abstimmungsergebnis. Bearbeiten Übernahme Europäischer NormenNach der Ratifizierung muss eine Europäische Norm von den nationalen Normungsorganisationen unverändert als nationale Norm übernommen werden. Entgegenstehende nationale Normen sind zurückzuziehen, um Doppelnormung zu vermeiden. In der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die Bedingungen festgelegt, unter denen einer europäischen Norm der Status einer nationalen Norm ohne jede Änderung zu geben ist. Jede angenommene Europäische Norm wird in Deutschland mit einem nationalen Vorwort als DIN-EN-Norm veröffentlicht. Das nationale Vorwort dient dem Normanwender als zusätzliche Informationsquelle zur jeweiligen Norm und wird von dem zuständigen deutschen Spiegelgremium erstellt. Es beinhaltet beispielsweise Informationen zu wesentlichen technischen Änderungen gegenüber einer Vorgängernorm und dem nationalen Spiegelgremium. Es darf jedoch keine zusätzlichen Festlegungen zum Gegenstand der Normung enthalten. |
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