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Essen ist eine Stadt im Zentrum des Ruhrgebiets in Nordrhein-Westfalen. Die kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Düsseldorf ist eines der Oberzentren des Landes und zählt mit knapp 581.000 Einwohnern zu den größten deutschen Städten. Die Europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2010 ist Mitglied im Landschaftsverband Rheinland und im Regionalverband Ruhr. Seit dem späten Mittelalter Waffenschmiede und lange Zeit eines der wichtigsten Zentren der Montanindustrie in Deutschland (mit eigener Kuxbörse), hat Essen heute – nur noch minimal industriell geprägt – einen starken Dienstleistungssektor entwickelt. Die Stadt ist seit 1958 römisch-katholischer Bischofssitz und seit 1972 Universitätsstadt.
Bearbeiten GeographieEssen liegt im Zentrum des Ruhrgebietes, zum größten Teil nördlich des Flusses Ruhr, der, zwischen den Stadtteilen Kupferdreh, Heisingen, Fischlaken und Werden aufgestaut, den Baldeneysee bildet. Die mittlere Höhenlage der Stadt beträgt 116 Meter ü. NN. Die höchste Erhebung des Stadtgebiets befindet sich in Heidhausen und beträgt 202,5, die tiefste Stelle in Karnap misst 26,5 Meter ü. NN. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 21 Kilometer und in West-Ost-Richtung 17 Kilometer. Die Länge der Stadtgrenze beläuft sich auf 87 Kilometer. Bearbeiten StadtgliederungDas Stadtgebiet Essens besteht aus neun Stadtbezirken. In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung mit jeweils 19 Mitgliedern. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der Bezirksvorsteher. Die Stadtbezirke werden mit römischen Zahlen und mit einem besonderen Namen, der teilweise auch aus mehreren Stadtteilnamen besteht, gekennzeichnet. Die neun Stadtbezirke sind in insgesamt 50 Stadtteile unterteilt. Die meisten der Stadtteile waren früher einmal selbstständige Gemeinden und verloren ihre Selbständigkeit durch Eingemeindung. Die Stadtteile werden mit einer zweistelligen arabischen Zahl gekennzeichnet. Aufgrund der naturräumlichen Gliederung ist das Essener Stadtbild deutlich zweigeteilt zwischen den dicht besiedelten nördlichen Stadtteilen sowie die Bereiche um die Innenstadt herum einerseits und den durch ausgedehnte Grünflächen und eher kleinräumige Bebauung geprägten südlichen Teil andererseits. Bearbeiten NachbarstädteFolgende Städte grenzen an Essen (von Osten im Uhrzeigersinn):
Bearbeiten KlimaDie durchschnittliche Temperatur in Essen beträgt 9,6 °C im Jahresmittel. Die Niederschlagsmenge beträgt 829 Millimeter. Der kälteste Monat ist der Januar mit 1,5 °C, der wärmste Monat ist der Juli mit 17,5 °C. Der meiste Niederschlag fällt im August. Er beträgt 90 Millimeter. Bearbeiten GeschichteBearbeiten Herkunft des NamensDer Name der Stadt änderte sich im Laufe der Jahrhunderte kontinuierlich. Während die Stadt in den ersten Erwähnungen noch Astnide (älteste Form: Astnithi) genannt wurde, änderte er sich über Astnidum, Astanidum, Asbidi, Asnid, Assinde, Asnida, Assindia, Essendia, Esnede, Essende, Essend zum heutigen Essen. Vermutungen legen nah, dass der Name ursprünglich eine Eschengegend bezeichnete oder eine Gegend im Osten. Falsch hingegen ist die Verbindung zu dem altdeutschen Begriff Esse, welches ein Wortspiel aus dem 19. Jahrhundert ist und eine Verbindung zwischen den Namen und dem damaligen Erscheinungsbild herstellt. Bearbeiten VorgeschichteDas älteste Zeugnis menschlicher Aktivität in der Gegend des heutigen Stadtgebietes wurde 1926 beim Bau des Rhein-Herne-Kanals in Essen-Vogelheim gefunden: eine Klinge aus Feuerstein („Vogelheimer Klinge“) und der Knochen eines Höhlenlöwen aus der Saale-Kaltzeit, zwischen 280.000 und 250.000 Jahren alt. Weitere Funde aus der Mittleren Altsteinzeit konnten bis in die jüngste Zeit auch in anderen Stadtteilen gemacht werden (Werden, ca. 200.000 v. Chr.; Dellwig, ca. 160.000 v. Chr.). Ein bedeutender Fund war 1998 ein Rastplatz der jüngeren Altsteinzeit auf den Ruhrhöhen bei Fischlaken, der auf ein Alter zwischen 31.000 und 38.000 Jahren geschätzt wird. Funde aus der mittleren Steinzeit gibt es, bis auf einige Mikrolithen, kaum. Aufgrund der intensiven Nutzung der Böden im Stadtgebiet gelten solche auch als nicht mehr zu erwarten. Ebenso fehlen Funde aus den größten Teilen der Jungsteinzeit, erst für die Zeit ab 3.000 v. Chr. gibt es wieder Belege, zumeist Gräber oder Zufallsfunde wie Beile aus Feuerstein. Wichtigstes Zeugnis dieser Epoche auf Essener Stadtgebiet ist die 1937 entdeckte sogenannte Steinkiste aus Essen-Kupferdreh, ein kleines Megalithgrab aus dem letzten Abschnitt der Jungsteinzeit, das als „das älteste erhaltene Bauwerk Essens“[3] gilt. [4] Essen lag im Siedlungsgebiet mehrerer germanischer Stämme (Chatten, Brukterer, Marser), deren genaue Abgrenzung allerdings schwierig ist. Zu Beginn unserer Zeitrechnung entstand die Fliehburg Alteburg im Essener Süden, die in den 1920er und 1930er Jahren in großen Teilen ergraben wurde. Sie wurde vermutlich bis zum 8. Jahrhundert genutzt. Östlich davon liegt die Herrenburg, die wohl aus dem 8. Jahrhundert stammt. Bearbeiten StiftsgründungUm 845 gründete eine Adelsfamilie um den späteren Bischof von Hildesheim, Altfrid, das Stift Essen für die Töchter des sächsischen Adels. Die Gründung geschah vermutlich auf eigenem Grund, genannt Astnithi bzw. coenobium Astnide. Die beiden ersten Äbtissinnen, die beide Gersuith hießen, gehörten dieser Adelsgruppe an. Seit etwa 800 gab es etwas weiter südlich, im heutigen Stadtteil Werden, das Kloster Werden, ein Benediktiner-Kloster, das die Missionsarbeit bei den Sachsen im Harzraum (Helmstedt/Halberstadt) vorantreiben sollte. Beide, Damenstift und Kloster, standen bereits im vollständig christianisiertem Umfeld. Um etwa 852 begann der Bau der Stiftskirche, welche 870 fertiggestellt wurde. Um das Damenstift herum gab es bereits vor seiner Errichtung einige Gehöfte. Die Kirche wurde nach einem Großbrand 946 erheblich erweitert; auf ihren Fundamenten steht heute das Essener Münster im Zentrum der Stadt. Das erste belegbare urkundliche Datum für Essen ist 898: Zu dieser Zeit werden dem Stift vom lothringischen König Zwentibold linksrheinische Besitzungen vermacht. Eine Urkunde, welche scheinbar aus dem Jahr 870 stammt und die Stiftsgründung beschreibt, wird heute im allgemeinen als Fälschung aus dem 11. Jahrhundert betrachtet; ob diese auf älteren Urkunden fußt, ist strittig. Dieses Damenstift, in dem sich zur Feier der Messe Kanoniker aufhielten, war kein Kloster, sondern eine Art Wohn- und Bildungsstätte für unverheiratete Töchter und Witwen des Hochadels; geleitet wurde es von einer Äbtissin, die als einzige zum Ablegen eines Keuschheitsgelübdes verpflichtet war. Eine der bemerkenswertesten dieser Damen war die Äbtissin Mathilde. Sie war Enkelin des Kaisers Otto I., und übernahm die Stiftsleitung um 973. Sie lenkte die Geschicke des Stifts, und der zugehörigen Ländereien, fast vierzig Jahre. Mathilde vermehrte den Kirchenschatz um seine wertvollsten Stücke, unter anderem die Goldene Madonna, die älteste vollplastische Madonnenfigur der Welt. Nach Mathilde übernahm Sophia die Stiftsleitung, Tochter Kaiser Ottos II. 1041, unter der Stiftsleitung durch die dritte Dame königlichen Geblütes in Folge, Theophanu, einer Enkelin Ottos II., erhielt das schon 1003 als Stadt erwähnte Essen das Marktrecht. Zehn Jahre später, 1051, wurde das Münster ein weiteres Mal verändert und erweitert: dieser Anbau war der Ostteil mit Krypta, in dem der Hl. Altfried, Mathilde und Theophanu bestattet sind. Das Damenstift, das bis dato nur einflussreicher Landbesitzer war, bekam 1216 seine Position als Fürstensitz offiziell bestätigt: Kaiser Friedrich II. nannte die damalige Äbtissin in einem Brief Reichsfürstin – was sie dem Abt des nahe gelegenen Klosters Werden gleichstellte.
Heckingsturm, letzter erhaltener Teil der Stadtmauer, vier Jahre vor seinem Abriss 1861
1244 wurde von der Gemeinschaft der Ministerialen des Stiftes und den Bürgern der Stadt gemeinsam die Essener Stadtmauer errichtet. Die Urkunde hierüber ist die erste, die das Essener Stadtsiegel enthält. Die Essener Bürger entwickelten ein Bürgerbewusstsein. König Rudolf bestätigte zwar 1290 wieder der Fürstäbtissin ihre Landeshoheit über die Stadt, konnte diese aber nicht vollständig wiederherstellen: Die Bürgerschaft lag im Konflikt mit dem Stift, die wachsende Stadt forderte die Selbstverwaltung: 1336 gab es den ersten Versuch, die Reichsunmittelbarkeit zu erhalten, es dauerte aber noch über vierzig Jahre, bis 1377, dann gewährte Kaiser Karl IV. der Stadt den begehrten Titel der freien Reichsstadt – fünf Jahre, nachdem er der damals amtierenden Äbtissin Elisabeth von Nassau das genaue Gegenteil bestätigt hatte. Aus dem 14. Jahrhundert stammen auch die ersten Belege über bergmännische Tätigkeiten in Essen: 1349 erhielt die Fürstäbtissin das Recht, die Bodenschätze auszubeuten, 1354 wurde nachweislich Silber abgebaut. Kohle wurde in Essen zwar 1371 zum ersten Mal erwähnt, aber das erste Kohlebergwerk ist erst für 1450 verzeichnet. Die Auseinandersetzungen zwischen Stadt und Stift um die Vorherrschaft in der Region hielten bis zur Auflösung des Stiftes 1803 an. Immer wieder gab es rechtliche Streitereien. Einer der Prozesse dauerte 200 Jahre, bis das Reichskammergericht 1670 entschied, die Stadt müsse zwar den Äbtissinnen gebührenden Gehorsam in Gebott und Verbott leisten, dürfe aber trotzdem alle alten Gewohnheitsrechte behalten. Somit blieb die Situation zwischen Stadt und Stift bis zur Säkularisierung ungeklärt und konkurrenzbeladen. 1563 schloss sich die Stadt der Reformation an (20 Jahre, bevor sie die Reichsunmittelbarkeit und damit das Recht dazu hatte) und wurde evangelisch. Als Kirche diente die Marktkirche, die aus dem 11. Jahrhundert stammt (ursprünglich St. Gertrudis). Dem katholischen Stift, das über keine Truppen verfügte, mit denen irgendetwas durchzusetzen gewesen wäre, blieb in dieser Situation nichts anderes als zuzuschauen. Am Ende des 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde Essen nachweislich Waffenschmiede. Gegen 1570 prosperierte das Büchsenmacherhandwerk. 1620 produzierten die Essener Schmiede 14.000 Gewehre und Pistolen; die Stadt wurde strategisch interessant. Bearbeiten Der Dreißigjährige KriegIm Dreißigjährigen Krieg stehen sich die evangelische Stadt und das Stift gegenüber. Die damalige Äbtissin Maria Clara von Spaur und Vallier holt 1623 die katholischen Spanier nach Essen, um gegenreformatorisch gegen die evangelische Stadt vorzugehen. 1624 wird ein Rekatholisierungsgesetz erlassen, der Kirchgang der Bürger kontrolliert. Die Stadt, nicht das Stift, ist für Kost und Logis der Besatzungstruppen zuständig. 1628 klagen die Essener dagegen vor dem Reichskammergericht. 1629 stürmen die Holländer die Stadt. Maria Clara flieht am 4. November dieses Jahres ins katholische Köln. Im Sommer 1631 kommt sie im Gefolge einer bayerischen Garnison unter Gottfried Heinrich zu Pappenheim zurück, muss aber schon im September wieder abziehen. Maria Clara stirbt 1644 in Köln. Insgesamt sind die Essener vom Krieg schwer geschlagen, es kommt immer wieder zu Verhaftungen, zur Verschleppung von Menschen und zur Pressung in den Kriegsdienst. Auch nach dem Westfälischen Frieden bleiben die Truppen noch eine Zeit lang, die letzten Truppen verlassen Essen am 9. September 1650. Bearbeiten IndustrialisierungEssen und die Krupp'sche Industrie haben sich über viele Jahre gegenseitig beeinflusst. Die Familie Krupp ist seit dem 16. Jahrhundert ansässig gewesen und bekleidete hohe Ämter. Friedrich Krupp gründete im Jahre 1811 eine Gussstahlfabrik; dies gab den Bewohnern der Stadt viele Jahre Brot und Geld, obwohl die Geschäfte anfangs nicht so gut liefen. Der Bedarf an Arbeitern führte zu einer deutlichen Zunahme der Bevölkerung Essens. Die Ära der Familie Krupp endete im Jahre 1967 mit der Abdankung von Arndt von Bohlen und Halbach. Der Industrielle Friedrich Grillo stiftet der aufstrebenden Stadt 1892 ein Theater und Opernhaus. Das heute noch unter dem Namen Grillo-Theater als Stadttheater fungierende Gebäude wird im neoklassizistischen Stil in der Stadtmitte errichtet und am 16. September 1892 mit einer Aufführung von Gotthold Ephraim Lessings Minna von Barnhelm eingeweiht. Bearbeiten EingemeindungenDas Gebiet der heutigen Stadt Essen gehörte vor 1800 zum Reichsstift Essen (Essen, Stadtrecht seit 1244, Altenessen, Borbeck und Steele), zur Reichsabtei Werden (Stadt Werden, Stadtrecht seit 1256 sowie Bredeney, Heisingen und Kettwig), zum Herzogtum Berg und zur Grafschaft Mark (Königssteele, Horst und Freisenbruch). Die einzelnen Orte innerhalb des Herzogtums Berg verteilten sich auf folgende Verwaltungen: Kettwig vor der Brücke (Amt Angermund), Fulerum und Haarzopf (Herrschaft Broich) sowie Dilldorf und Voßnacken (Herrschaft Hardenberg). Das Dorf Oefte war zwischen dem Herzogtum Berg und der Reichsabtei Werden strittig. (Burg-)Altendorf, Horst und Königssteele, das vor 1718 nur Steele hieß und bereits seit der Wende des 15. Jahrhundert zum 16. Jahrhundert Stadt war, gehörten zum Landkreis Hörde in der preußischen Grafschaft Mark. In französischer Zeit kam das gesamte Gebiet zum Großherzogtum Berg und 1815 an Preußen. Danach gehörten die Orte zu den Landkreisen Essen, Mettmann und Düsseldorf im Regierungsbezirk Düsseldorf beziehungsweise zum Landkreis Bochum im Regierungsbezirk Arnsberg. Diese vier Landkreise veränderten sich in den folgenden Jahrzehnten mehrmals, bis sie entweder ganz aufgelöst oder umbenannt und in ihrem Zuschnitt stark verändert wurden. Einen Landkreis Essen gab es zunächst bis 1823, als er mit dem Landkreis Dinslaken zum Landkreis Duisburg vereinigt wurde, und erneut ab 1857. Er umfasste die Städte Essen, Kettwig, Mülheim an der Ruhr, Steele und Werden sowie die Bürgermeistereien Altenessen, Borbeck, Kettwig-Land, Mülheim-Land, Steele-Land, Styrum und Werden-Land. 1873 wird die Stadt Essen ausgekreist und aus dem Landkreis Essen der neue Landkreis Mülheim an der Ruhr gebildet. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts umfasste das Stadtgebiet von Essen lediglich die alte Reichsstadt beziehungsweise das Reichsstift Essen. Ab 1901 erfuhr die Stadt eine Reihe von Gebietserweiterungen:
Eine zweite Phase der Stadtvergrößerung folgte erst weit nach dem Zweiten Weltkrieg, 1970 kam das südlich gelegene Altendorf unter dem heutigen Namen Burgaltendorf (Landkreis Bochum, ab 1885 Landkreis Hattingen, ab 1929 Ennepe-Ruhr-Kreis) zu Essen, 1975 wurde die Stadt Kettwig (Kreis Düsseldorf-Mettmann, mit der größtenteils 1875 eingegliederten Gemarkung Kettwiger Umstand, dem 1857 gebildeten und 1929 eingegliederten Amt Kettwig-Land, dem 1930 eingegliederten Kettwig vor der Brücke und dem 1936 eingegliederten Oefte, das seit 1897 zur Bürgermeisterei Heiligenhaus und zuvor zur Bürgermeisterei Velbert gehörte) aufgelöst und nach Essen eingemeindet. Eine bereits vom Düsseldorfer Landeskabinett beschlossene Eingemeindung der Stadt Bottrop mit dem Kirchhellener Stadtteil Grafenwald nach Essen wurde im Frühjahr 1976 sowohl vom Rat der Stadt Essen als auch vom Landtag NRW abgelehnt. Wäre es zu einer Eingemeindung gekommen, wäre die Einwohnerzahl von Essen auf gut 790.000 Einwohner angewachsen. Zu *Karnap, war bis 1929 eigenständig und gehörte damals noch nicht zum Stadtteil Altenessen, sondern zum Stift-Essen. Siehe hierzu die Chronik der Karnaper Geschichte (1552)vdh. Bearbeiten Gebietsentwicklung
Bearbeiten ReligionenBearbeiten ChristentumDas Stift Essen unterstand zum Leidwesen des Erzbistums Köln direkt dem Papst. Erste Pfarrkirche war vermutlich die Stiftskirche. Später wurde St. Gertrud für den nördlichen Bereich (mit Altenessen und Karnap) und St. Johann für den südlichen Bereich (mit Altendorf, Frohnhausen, Holsterhausen, Frillendorf, Rüttenscheid und Huttrop) der Stadt Pfarrkirche.
St.-Lucius-Kirche in Werden
Ab 1524 wurde in der Stadt gelegentlich evangelisch gepredigt. Im Jahre 1543 trat ein evangelischer Prediger auf und ab 1560 wurde in der St.-Gertrudiskirche auch deutsch gesungen. Auf Beschluss des Rates der Stadt wurde 1563 die Reformation endgültig eingeführt. Die Stadt versuchte damit, ihren Status als Freie Reichsstadt zu festigen. Ab 1563 war die St.-Gertrudiskirche dauerhaft den Protestanten zur Nutzung überlassen worden. Danach nahm die Münsterkirche den Rang der Essener Pfarrkirche für die Katholiken ein. In Werden wurde ab 1583 in der Clemenskirche evangelisch gepredigt. Im 17. Jahrhundert entstand auch eine reformierte Gemeinde. Steele wurde ab 1554 evangelisch. Um 1600 war fast ganz Steele protestantisch, wobei danach die Kirche aber von den Lutheranern, den Reformierten und den Katholiken zum Teil unter großen Reibereien gemeinsam genutzt wurde. In Kettwig trat 1609 die ganze Bevölkerung zum reformierten Bekenntnis über. Fortan waren somit in Essen beide Konfessionen nebeneinander vertreten. Das Stift blieb katholisch, die Stadt war evangelisch. Gab es ab 1571 unter den Protestanten zunächst nur eine lutherische Gemeinde, so wurde ab 1655 vom Rat auch eine reformierte Gemeinde anerkannt. Ab 1605 konnte die Gegenreformation teilweise Fuß fassen, was zur Folge hatte, dass die St.-Gertrudiskirche teilweise wieder katholisch wurde. Die endgültige Aufgabe der Reichsfreiheit musste die Stadt 1670 zwar anerkennen, doch war dies ohne Folgen für die bisherigen konfessionellen Unterschiede. Bis 1802 wurden die kirchlichen Angelegenheiten vom Rat beziehungsweise vom Stift erledigt. Die reformierte Gemeinde war autonom. Das Verhältnis beider Konfessionen war etwa ausgewogen. 1802 wurde die lutherische Gemeinde Essen dem preußischen Konsistorium der Grafschaft Mark, 1809 dem klevisch-lutherischen Konsistorium des Großherzogtums Berg und ab 1815 der Düsseldorfer Kreissynode zugeteilt. Sie gehörte damit zur Evangelischen Kirche in Preußen beziehungsweise dessen späterer rheinischer Provinzialkirche. Essen wurde Sitz einer Superintendentur, aus der später der Kirchenkreis Essen hervorging. Dieser wurde in die drei Kirchenkreise Essen-Mitte, Essen-Nord und Essen-Süd innerhalb der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geteilt. Zu den drei Kirchenkreisen gehören heute insgesamt 31 Kirchengemeinden. Diese bilden zusammen mit den drei Kirchenkreisen seit 1972 den „Evangelischen Stadtkirchenverband Essen“. Als Reaktion auf die Zwangsvereinigung zwischen der lutherischen Kirche und der reformierten Tradition zur Evangelischen Kirche der altpreußischen Union, entstand die Evangelisch-Lutherische (altlutherische) Kirche Preußens. Die Altlutheraner bestanden auf ihre Religionsfreiheit, indem sie uneingeschränkt lutherische Gottesdienste, Verfassung und Lehre forderten. Nach harter Verfolgungszeit seitens des Staates konnte sie sich 1841 unter König Friedrich Wilhelm IV konstituieren und wurde anerkannt. Durch die Einführung der Union in Essen entstand die Evangelisch-Lutherische (altlutherische) Kirchengemeinde Essen 1844. Diese Kirchengemeinde gehört heute zum Kirchenbezirk Westfalen der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Durch die Aufhebung des Stiftes fielen die katholischen Pfarreien 1802 zum Erzbistum Köln. 1958 wurde Essen Sitz eines eigenen Bistums. Die Pfarrgemeinden des heutigen Stadtteils Essen-Kettwig gehören nach wie vor zum Dekanat Ratingen und damit zum Erzbistum Köln. Gegenwärtig 58 Pfarrgemeinden gehören zum Stadtdekanat Essen, das sich in die Dekanate Essen-Mitte, Essen-Altendorf, Essen-Borbeck, Essen-Heisingen-Kupferdreh, Essen-Rellinghausen, Essen-Steele, Essen-Stoppenberg und Essen-Werden aufteilt. Gemeinsam bilden sie den katholischen Stadtkirchenverband / Gemeindeverband (K. d. ö. R.) (seit 1925) als Träger kirchlicher Aufgaben auf Stadtebene (Familienbildung, Jugendseelsorge/Jugendberufshilfe, Beratungsdienste, Öffentlichkeitsarbeit) und als Dienstleister und Zweckverband der Gemeinden. Die Katholische Stadtkirche ist zentral erreichbar im Katholischen Stadthaus (Bernestr. 5, 45127 Essen). Das Stadtdekanat Essen umfasst etwa ein Viertel der Katholiken und der Gemeinden des Bistums. Mittlerweile wird jedoch die Essener Bistumsstruktur aufgrund diözesaner Entscheidungen sehr grundlegend verändert. In der Stadt Essen soll es ab 2009 nur noch zehn sogenannte Großpfarreien (kirchliche Körperschaften) geben, die jeweils mehrere Pfarrbezirke (Gemeinden) umfassen. Langfristig sollen auch bis zu 26 katholische Kirchen in Essen aufgegeben werden (vgl. Bistum Essen). Weiterhin sollen die inhaltlichen stadtkirchlichen Einrichtungen (z.B. Familienbildung, Jugendseelsorge) und pastoralen Angebote (z.B. Beratungsdienste) reduziert und diözesan in neue zentrale Trägerstrukturen zusammengeführt werden. Auch die Anzahl der katholischen Kindertagesstätten wird den finanziellen und demografischen Entwicklungen angepasst; ihre inhaltliche Steuerung und Verwaltung werden ebenfalls diözesan zentralisiert. Drei orthodoxe Gemeinden feiern ihre Gottesdienste in katholischen Kirchen in Essen: die russisch-orthodoxe Gemeinde zu den Hll. Uneigennützigen Kosmas und Damian (Maria Immaculata, Borbeck), die serbisch-orthodoxen (St. Stephanus, Frohnhausen) und die rumänisch-orthodoxen Christen (St. Ewaldi, Altenessen). Daneben gibt es in Essen auch noch verschiedene Freikirchen, darunter mehrere Evangelisch-freikirchliche Gemeinden (Baptisten), Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche und Freie Evangelische Gemeinden (FeG). Ferner sind in Essen auch die Neuapostolische Kirche und apostolische Gemeinden (Apostolische Gemeinschaft) vertreten. Den Fürstäbtissinnen verdankt Essen einen bedeutenden Essener Domschatz. Im Mittelpunkt steht die Goldene Madonna, um das Jahr 980 entstanden, ist sie das erste voll plastische Abbild der Gottesmutter und gilt als eines der bedeutendsten Kunstwerke des Abendlandes. Nachdem Papst Johannes XXIII. Maria 1959 zur Patronin des Bistums Essen erhoben hatte, wurde die Figur vom damaligen Bischof Franz Hengsbach im Dom öffentlich ausgestellt. Seit dieser Zeit ist sie das Ziel zahlreicher Pilger. Bearbeiten JudentumDer jüdischen Kultusgemeinde gehören 794 Mitglieder an. Die Gemeinde und die neue Synagoge befinden sich in der Sedanstraße. Die Gemeinde verfügt über eine Mikwe, einen Friedhof, einen Kindergarten, eine Bibliothek, einen Sportverein (Makkabi) und ein Jugendzentrum. Der Gemeinderabbiner ist orthodoxer Ausrichtung. Bearbeiten BuddhismusIm Jahr 1988 etablierte sich in der Herkulesstraße in Essen-Stadtmitte eine Gemeinschaft der „Freunde des westlichen Buddhistischen Ordens“ FWBO. Der im gleichen Jahr entstandene Zenkreis Essen e.V. steht in der Tradition des Rinzai-Zen und wurde von dem japanischen Zenmeister Rei Shin Sensei gegründet. Seit 2007 findet sich in Essen auch eine Gruppe des Diamantweg-Buddhismus von Ole Nydahl. Bearbeiten EinwohnerentwicklungSiehe Hauptartikel: Einwohnerentwicklung von Essen 1896 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000; Essen wurde zur Großstadt. 1962 zählte man umgerechnet auf das heutige Stadtgebiet 749.193 Einwohner (Kettwig und Burgaltendorf wurden erst später eingemeindet – im damaligen Stadtgebiet waren es 729.301), der bisher höchste Bevölkerungsstand war erreicht. Am 31. Dezember 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Essen nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 585.430 (nur Hauptwohnsitze). Das bedeutet seit 1962 einen Rückgang um rund 20 Prozent. Die Tendenz ist weiter fallend, da der Sterbeüberschuss jedes Jahr eine Größe von circa 2500 bis 3000 Personen erreicht. Auch bei deutlichen Wanderungsgewinnen (welche die Stadt nicht vermeldet) führte dies zu einer schrumpfenden Bevölkerung. Die Zweiteilung des Stadtbildes schlägt sich stark auf die soziale Gliederung nieder. Während in den nördlichen, dichter bebauten Stadtteilen vorwiegend ärmere und zugleich jüngere Bevölkerungsgruppen leben, werden die südlicheren Stadtteile von relativ gesehen reicheren, älteren Bevölkerungsschichten bewohnt. Auch der Migrantenanteil im Norden ist wesentlich höher als im Süden. Dieses Nord-Südwohlstandsgefälle findet sich so auch in weiteren Städten des Ruhrgebiets.[5] Bearbeiten GeschichtsvereineEine Vielzahl Essener Bürger beschäftigen sich haupt- oder ehrenamtlich mit der Geschichte der Stadt Essen und der Essener Stadtteile. Die meisten von ihnen haben sich zur „Arbeitsgemeinschaft Essener Geschichtsinitiativen“ zusammengeschlossen. Der im Jahre 1880 gegründete Historische Verein für Stadt und Stift Essen e.V. ist einer der ältesten Geschichtsvereine Deutschlands. Bearbeiten PolitikDie Verwaltung der Stadt Essen oblag anfangs dem Stift beziehungsweise dessen untergeordneten Beamten. Seit 1335 werden zwei Bürgermeister aus der Mitte des Rates an der Spitze der Stadt erwähnt, wobei einer der beiden zugleich der Rentmeister ist. Ab dem 14. Jahrhundert gewann der Rat zunehmend an Bedeutung. In jener Zeit konnte Essen sogar die Reichsfreiheit erlangen, welche sie später jedoch wieder aufgeben musste. Der Rat wurde jährlich gewählt. Ab 1602 wurde aufgrund einer neuen Kurordnung der Rat indirekt durch 11 Kurherren der Gilden und Ämter gewählt. Zu den 14 Ratsmitgliedern gehörten zwei Bürgermeister und ein Rentmeister. 1804 ersetzte der preußische Staat den Rat durch einen Magistrat. 1807 wurde die großherzoglich-bergische dann preußische Munizipalverfassung eingeführt. Nach Einführung der Städteordnung 1856 gab es einen Bürgermeister und einen Rat. Der Bürgermeister erhielt später den Titel Oberbürgermeister. Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt. Bearbeiten Stadtoberhäupter→ Hauptartikel: Liste der Stadtoberhäupter der Stadt Essen Bearbeiten StadtratNach der letzten Kommunalwahl vom 26. September 2004 verteilen sich die insgesamt 82 Sitze im Stadtrat der Stadt Essen wie folgt:
Zwei Ratsmitglieder des Essener Bürgerbündnisses haben als Alternative Essen eine gemeinsame Fraktion mit der FDP gegründet; diese führte erst den Namen FDP/AE, seit Juni 2008 heißt sie FDP-Fraktion. Die beiden verbliebenen Ratsmitglieder des Essener Bürgerbündnises bildet seitdem eine Ratsgruppe. Seit 2007 bilden die Ratsmitglieder von Die Linke., DKP und AUF eine gemeinsame Fraktion unter dem Namen Die Linke./DKP/AUF. Aktuelle Sitzverteilung:
Essen wird schwarz-grün regiert. Bearbeiten StadtwappenDas Wappen der Stadt Essen stellt eine heraldische Besonderheit dar: Es besteht aus zwei Schilden und ist somit ein so genanntes Allianzwappen. Diese müssten normalerweise in einem gespaltenen Schild zusammengefasst werden, nicht so jedoch beim Essener Wappen. Das Essener Wappen zeigt unter der Fürstenkrone also zwei einzelne Schilde. Im linken Schild (heraldisch rechts) findet sich auf goldenem Grund der deutsche Doppeladler, jedoch ohne Zepter und Reichsapfel. Im rechten Schild (heraldisch links) auf blauem Grund ein goldenes Richtschwert. Die Krone ist wie der gesamte Aufbau recht unheraldisch, sie bezieht sich auf das Fürstentum Essen (eigentlich müsste Essen als Stadt eine Mauer verwenden). Der Doppeladler symbolisiert die Reichsunmittelbarkeit der Stadt, das Schwert steht für die Stadtheiligen Cosmas und Damian, die mit diesem Schwert hingerichtet worden sein sollen. Das Wappen in der gegenwärtigen Form wurde 1887 vom Berliner Maler Emil Doepler gestaltet, und von der Stadt gegen einigen Widerstand von Heraldikern durchgesetzt. Eine Version mit korrekterem Aufbau begrüßt die Besucher, die den Bahnhof in Richtung Stadt verlassen, auf dem Dach des gegenüberliegenden Hotels Handelshof. Das Wappen verwendet einen gespaltenen Schild und die Mauer anstelle der Krone. Dem Wappen wurden die gegenwärtigen Stadtfarben Gelb und Blau entnommen. Bearbeiten StädtepartnerschaftenEssen unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft[6]:
Seit 1953 besteht die Patenschaft für Hindenburg OS, die 2000 zu einer intensiven Kooperation ausgeweitete wurde. Bearbeiten Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten Ansässige UnternehmenEssen ist der Sitz einiger großer deutscher Konzerne: Neben Deutschlands fünftgrößtem Industrieunternehmen RWE AG (siehe Bild unter Stadtbild) und dessen Tochterunternehmen RWE Power und RWE Rhein-Ruhr, haben auch sein ehemaliges Tochterunternehmen HOCHTIEF, sowie Aldi-Nord, STEAG, die Arcandor AG (ehemals KarstadtQuelle), die Evonik Industries AG (ehemals RAG), die Schenker AG und Eon-Ruhrgas hier ihre Konzernzentralen. Einer der größten Pressekonzerne Deutschlands, die WAZ-Gruppe, hat in Essen ihren Sitz. Der Schuhhändler Deichmann ist in Essen-Borbeck ansässig. Mit der Evonik Goldschmidt GmbH befindet sich in der Mitte Essens ein Unternehmen der Chemieindustrie, welches der größte produzierende Industriebetrieb der Stadt ist. Außerdem hat sich mit der Firma Voith Turbo Hochelastische Kupplungen GmbH & Co. KG in den letzten Jahren ein weiterer Industriebetrieb der Maschinenbau-Branche am Standort Essen angesiedelt. Dieser befindet sich im Besitz der Voith AG mit Stammsitz in Heidenheim/Brenz. Essen war lange Zeit Krupp-Stadt; einst war das Werksgelände der Firma Krupp größer als das restliche Stadtgebiet. Diese Zeiten sind seit dem Zweiten Weltkrieg vorbei, und seit der Fusion mit Thyssen ist die Firma Krupp nur noch mit einigen wenigen Tochterfirmen in Essen beheimatet (hat jedoch formell weiterhin ihren Sitz in Essen behalten). Anfang 2006 gab die Thyssen Krupp AG bekannt, ihre Konzernzentrale vollständig in Essen zusammenzufassen. Im Krupp-Gürtel, der alten „Krupp-Stadt“ westlich der City, wird derzeit eine neue Hauptverwaltung einschließlich einer Akademie für Thyssen-Krupp-Führungskräfte gebaut. Im Zuge der wirtschaftspolitischen Profilierungsbestrebungen, die sich gegenwärtig viele Städte auf die Fahne geschrieben haben, setzt Essen den Fokus statt auf Schwerindustrie auf den Bereich Energie; die hier ansässige RWE, RAG und Eon-Ruhrgas mit ihren diversen Töchtern legen dies auch nahe. Die Messe Essen ist ebenfalls ein wichtiger Faktor des Wirtschaftslebens, neben mehreren kleineren Spezial-Messen (IPM, FIBO, SPIEL) haben sich hier vor allem auf die Versorgungswirtschaft ausgerichtete Messen (E-WORLD – ENERGY & WATER, „Sanitär Heizung Klima“) sowie die Jugendmesse YOU etabliert, die als Europas größte Jugendmesse in der Regel etwa 300.000 meist jugendliche Besucher anzieht. Ebenso ziehen „die Weltmesse des Pferdesports“, die Equitana, die Security, und die DEUBAU seit Jahren zahlreiche Besucher an. Erwähnenswert sind auch die „Techno-Classica“ als weltgrößte Oldtimer-Messe mit rund 150.000 Besuchern und die „Essen Motor Show“. Die Stadtverwaltung beschäftigt rund 5200, die stadtnahen Betriebe nochmal ca. 2000 Mitarbeiter. (Stand: 2007) Bearbeiten MedienIn Essen unterhält der Westdeutsche Rundfunk (WDR) ein Studio. Hier werden die Regionalprogramme für das mittlere Ruhrgebiet produziert und ausgestrahlt. Beide regionalen Zeitungen, die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) und Neue Ruhr Zeitung (NRZ) werden vom WAZ-Konzern verlegt. Auf wöchentlicher Basis erscheinen kostenpflichtig zum einen die Zeitung Ruhr Wort des Bistums Essen sowie die Werdener Nachrichten und die Borbecker Nachrichten, die lokale Nachrichten veröffentlichen. Die Borbecker Nachrichten waren einst die größte Lokalzeitung Deutschlands; die Borbecker Nachrichten und Werdener Nachrichten gehören seit einigen Jahren zur WAZ. In Essen wird der Lokalradiosender 102.2 Radio Essen ausgestrahlt, der sein Studio in der Lindenallee hat, innerhalb der Innenstadt. Durch die Glasfront zur Straße können Passanten den Moderatoren zuschauen. Abends wird auf der Frequenz von Radio Essen Programm aus den Essener Radiowerkstätten ausgestrahlt. In Altenessen hat der Offene Kanal Essen seinen Sitz, Essens Bürgerfernsehsender. Bearbeiten Bildungseinrichtungen1927 wurde die Folkwang-Schule für Musik als interdisziplinär ausgerichtete Bildungseinrichtung für Kunst gegründet. 1929 wurde die Fachschule für Gestaltung unter dem Namen Folkwang weiter geführt. 1963 erhielt die Einrichtung den Status einer Hochschule des Landes. 1972 wurden die bildenden Fächer in die neu gegründete Universität-Gesamthochschule Essen integriert, im Jahr 2007 an die zwischenzeitliche Folkwang-Musikhochschule zurückverlagert. Mit hinzugekommenen Außenstellen in Bochum, Dortmund und Duisburg trägt die jetzt wieder integrierte Kunsthochschule nunmehr den Namen Folkwang Hochschule im Ruhrgebiet. 1972 wurde die Universität-Gesamthochschule Essen gegründet, in die die Pädagogische Hochschule, mehrere Ingenieurschulen, die Höhere Fachschule für Sozialarbeit und Wirtschaft sowie das Essener Klinikum integriert wurden. 2003 fusionierte diese mit der Universität Duisburg zur heutigen Universität Duisburg-Essen, die zu den zehn größten Universitäten Deutschlands gehört. Die private FOM (Fachhochschule für Oekonomie & Management) nahm 1994 ihren Studienbetrieb auf. Sie wurde als Fachhochschule für Berufstätige von Institutionen der Wirtschaft ins Leben gerufen. Berufsbildend ist die Katholische Schule für Pflegeberufe Essen. Die ebenfalls private Zollverein School of Management and Design wurde 2003 gegründet und begann 2004 mit dem Lehrbetrieb. Sie hat ihren Sitz im Zollverein-Kubus im Stadtteil Katernberg. Im Haus der Technik finden jährlich über 1.500 Seminare, Lehrgänge, Tagungen und Kongresse vor allem der Weiterbildung statt. An der Folkwang-Musikschule wird Musik und Tanz gelehrt. Zu den weiterführenden Schulen zählen:
Bearbeiten GesundheitseinrichtungenNeben dem Universitätsklinikum verfügt die Stadt über zwölf weitere Krankenhäuser mit insgesamt knapp 6.000 Betten. Dazu zählen das Alfried Krupp Krankenhaus mit seinen zwei Kliniken in Rüttenscheid und Steele (Lutherkrankenhaus), das Elisabeth-Krankenhaus in Huttrop, die Kliniken Essen-Mitte (Huyssens-Stiftung und Knappschaftskrankenhaus), die Kath. Kliniken Essen-Nord (Philippusstift in Borbeck, St.-Vincenz-Krankenhaus in Stoppenberg und Marienhospital in Altenessen), die Kliniken Essen-Süd (Kath. Krankenhaus St. Josef und Ev. Krankenhaus in Werden), die Ruhrlandklinik in Heidhausen und das St. Josef-Krankenhaus in Kupferdreh, welches zusammen mit dem St. Elisabeth-Krankenhaus in Hattingen die Kath. Kliniken Ruhrhalbinsel bildet. Das Universitätsklinikum und das Elisabeth-Krankenhaus besitzen eine Kinderklinik. Das Bethesda-Krankenhaus in Borbeck wurde im Juni 2006 geschlossen. Des Weiteren hat Essen rund 1000 niedergelassene Ärzte, sowie rund 350 Zahnärzte. Bearbeiten Weitere OrganisationenEssen ist Sitz des Regionalverbands Ruhr (RVR), der Emschergenossenschaft, des Ruhrverbands, der Landesanstalt für Immissionsschutz Nordrhein-Westfalen, des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, des RWTÜV, des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), des Bistums Essen und der Industrie- und Handelskammer zu Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen. Bearbeiten Verkehr
Essener Hauptbahnhof an der Freiheit
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