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Cerberus Capital Management ist ein Investmentfondsmanagementunternehmen mit Firmensitz in New York City, das 1992 von Stephen Feinberg gegründet wurde. Es beteiligt sich an Unternehmen und ihren Schulden und veräußert sie nach einer Umstrukturierung weiter. Feinberg wurde 1999 von Fortune als einer der 40 reichsten Amerikaner unter 40 Jahren aufgelistet. Seit 2006 ist der frühere US-Finanzminister John W. Snow CEO des Finanzfonds. Zum Vorstand gehört außerdem der ehemalige US-Vizepräsident Dan Quayle. Bei der Namensgebung ließ sich Feinberg vom Fabeltier Cerberus in der griechischen Mythologie inspirieren, das den Ein- und Ausgang des Hades bewacht. Er soll die Idee gemocht haben, dass ein Kopf des Tieres immer wach war, so wie sein Unternehmen stets die Investitionen der Kunden bewachen solle.[1]
Bearbeiten GeschäfteBisher investierte Cerberus 25 Milliarden US-Dollar in mehr als 300 Unternehmen weltweit. Bearbeiten In den Vereinigten StaatenCerberus übernahm im Rahmen eines von ihm geführten Konsortiums unter anderm von dem US-amerikanischen Automobilkonzern General Motors die Mehrheit am Tochterunternehmen GMAC (ehemals General Motors Acceptance Corporation) [2] Bearbeiten In DeutschlandIm Jahre 2004 erwarb das Unternehmen von der Deutschen Bank die in Wilhelmshaven ansässige Wohnungsbaugesellschaft JADE Immobilien Management GmbH mit einem Bestand von 7.500 Mietobjekten. Im gleichem Jahr gelang der Ströer Out-of-Home AG für gut € 400 Mio. mit Hilfe von Cerberus die Übernahme der bereits 1922 gegründeten Deutsche Städte-Medien GmbH (DSM). Des Weiteren übernahm Cerberus zusammen mit dem Whitehall-Fonds von Goldman Sachs im Jahre 2004 das zur Zeit größte private Immobilienunternehmen Berlins, die Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Berlin mbH (GSW). Anfang 2005 erwarb Cerberus den insolventen Automobilzulieferer Peguform mit damals ca. 7.800 Mitarbeitern. Am 10. November 2005 übernahm das Unternehmen von der Gewerkschaftsholding BGAG (Beteiligungsgesellschaft der Gewerkschaften) die BauBeCon-Gruppe in Hannover (vormals "Neue Heimat Niedersachsen") mit ihren rund 20.000 Wohnungen sowie weitere, von Tochtergesellschaften der Gewerkschaftsholding BGAG gehaltene rund 2.850 Wohneinheiten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, der Kaufpreis wird auf rund eine Milliarde Euro geschätzt. Im April 2006 erwarb Cerberus von einer Privatperson ein Portfolio von rund 3.000 Wohnungen im Ruhrgebiet an den Hauptstandorten Bochum, Essen, Dortmund und Gelsenkirchen. Am 18. Dezember 2006 erwarb Cerberus ein größeres Immobilienpaket (37 Objekte) der GGI Gesellschaft für Gewerbeimmobilien, einer Unternehmensbeteiligung der BGAG - darunter zehn Gewerkschaftshäuser in den neuen Bundesländern (u.a. in Berlin, Dresden, Leipzig, Zwickau, Bautzen, Magdeburg, Rostock, Jena und Suhl) und das verdi-Gewerkschaftshaus in Hannover. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Am 14. Mai 2007 wurde bekannt gegeben, dass Cerberus für 5,5 Mrd. Euro von DaimlerChrysler 80,1 % der noch zu entkonsolidierenden Chrysler Group übernehmen soll. [3] Am 20. Juni 2007 übernahm Cerberus Torex Retail. Der Übernahmepreis betrug £ 204,4 Millionen. Torex Retail ist Europas größter Anbieter von Softwarelösungen für den Einzelhandel in Europa. Bearbeiten In ÖsterreichAm 14. Dezember 2006 kaufte Cerberus für ca. 3,2 Milliarden Euro vom österreichischen Gewerkschaftsbund ÖGB, die nach dem Aufdecken des Refco-Skandals in Turbulenzen geratene Bank BAWAG. Neben Cerberus beteiligten sich auch Generali, Wüstenrot, die Österreichische Post AG und eine Investorengruppe um den Industriellen Hannes Androsch am Kauf. Ziel ist es, die BAWAG als Europazentrale von Cerberus zu installieren. In den Aufsichtsrat der BAWAG P.S.K. werden nach der Finalisierung der Übernahme durch das Konsortium rund um den US-Fonds Cerberus neue Köpfe einziehen: Der Cerberus-Chef und ehemalige US-Finanzminister John Snow, der österreichische Industrielle Hannes Androsch, Wolfgang Radlegger von Wüstenrot, ein Vertreter der Generali sowie ein Vertreter der Österreichischen Post AG werden den Aufsichtsrat verstärken, kündigte BAWAG P.S.K.-Chef Ewald Nowotny an.[4] Bearbeiten Quellenangaben
Bearbeiten Weblinks
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