Carlos Sastre.html

 
ca de en es fr it nl no pl pt ru ro fi sv tr vo


 

Carlos Sastre Candil (* 22. April 1975 in Leganés, Madrid) ist ein spanischer Radrennfahrer, der derzeit für das dänische Team CSC-Saxo Bank startet. Sein größter Erfolg war bisher der Gewinn der Tour de France 2008. Außerdem gelangen ihm ein dritter (2006) und ein vierter Platz (2007) bei der Tour de France und zwei zweite (2005 und 2007) und ein vierter Platz (2006) bei der Vuelta a España.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Biographie

Sastre wuchs mit seinen Geschwistern im zentralspanischen Ávila auf. Nachdem der Sohn der Stadt Ángel Arroyo 1982 im Radrennen Vuelta a España zeitweilig in der Gesamtwertung führte, gründete Sastres Vater Víctor in Ávila die Escuela de ciclismo de El Barraco (etwa: Radsportschule von El Barraco, einer Gemeinde von Ávila), und Carlos Sastre begann mit acht Jahren mit dem Radfahren.[1]

Sastre begann seine Profi-Laufbahn 1997 beim Team ONCE (ab 1998: ONCE-Deutsche Bank; ab 2001: ONCE-Eroski-Würth), bei dem er bis 2001 blieb. Seit 2002 fährt er für das dänische Team CSC (zunächst Team CSC-Tiscali; 2003-2008 Team CSC; ab 2008: Team CSC-Saxo Bank).

Der gute Rundfahrer und Bergspezialist Sastre konnte 2003 mit der 13. Etappe eine schwere Pyrenäenetappe der Tour de France gewinnen; 2001 war er Etappensieger bei der Burgos-Rundfahrt und 2000 gewann er das Bergtrikot der Vuelta a España. Mehrfach konnte er sich sowohl bei dieser Rundfahrt als auch bei der Tour de France unter den Top 10 platzieren. Bei der Vuelta a España 2005 erreichte er den zweiten Platz hinter Denis Menschow, nachdem der ursprüngliche Gewinner Roberto Heras wegen Doping ausgeschlossen worden war.

Bei der Tour 2006 wurde Sastre Gesamtdritter, nachdem Floyd Landis wegen Doping der Sieg aberkannt wurde. Sastre lag zeitweilig auf dem zweiten Platz, in der vorletzten Etappe wurde er aber im Zeitfahren durch Andreas Klöden (Team T-Mobile) vom zweiten Platz verdrängt. Bei der Tour de France 2007 erreichte Sastre in der Gesamtwertung den vierten Platz, in der Vuelta a España im gleichen Jahr erneut den zweiten Platz.

Bei der Tour 2008 gewann Sastre die 17. Etappe, die „Königsetappe“, als ihm in Alleinfahrt der Ausbruch aus dem Gesamtfeld (Peloton) auf dem legendären Anstieg nach L’Alpe d’Huez gelang. Dadurch errang er zugleich mit 1'24 Minuten Vorsprung das Gelbe Trikot des Gesamtführenden. Er konnte das Gelbe Trikot auch auf den verbleibenden vier Etappen (darunter einem Zeitfahren) verteidigen und wurde damit Gesamtsieger des Rennens.

Sastre lebt in Madrid und ist mit Piedi, der Schwester des verstorbenen Rennradfahrers José María Jiménez, verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter. Als Gruß an seine etwa einjährige Tochter und als Dank an Familie, Freunde und Mannschaft generell[2] steckte sich Sastre bei der Zieleinfahrt zu seinem Etappensieg bei der Tour de France 2003 einen ihrer Schnuller in den Mund. Die Anekdote sorgte für Schlagzeilen und wurde wiederholt von den Medien aufgegriffen, vor allem im Zusammenhang mit Sastres späteren Tour-de-France-Teilnahmen.[3]

Ab der Saison 2009 wird Sastre für das Team Cervelo an den Start gehen.

Bearbeiten Siege und wichtige Platzierungen

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

Bearbeiten Weblinks

Commons Commons: Carlos Sastre – Bilder, Videos und Audiodateien

Bearbeiten Einzelnachweise

  1. Un sueño hecho realidad - spanische Biographie auf Sastres Internetseiten
    My story - englische Biographie auf Sastres Internetseiten (beide abgerufen 26. Juli 2008)
  2. Agencias (19. Juli 2003). Carlos Sastre se adjudica el triunfo en la decimotercera etapa. abc.es (span.; abgerufen 26. Juli 2008)
  3. beispielsweise Andrew Hood (1. März 2004). Sastre wants more of same. velonews.com (engl.; abgerufen 26. Juli 2008)
    Bjorn Haake (Hg.; 25. Juli 2008). Sastre enjoyed first day in yellow. cyclingnews.com (engl.; abgerufen 26. Juli 2008)
All Right Reserved © 2007, Designed by Stylish Blog.