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Unter der offiziellen Bezeichnung Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, kurz BMeiA, firmiert Österreichs Außenministerium seit Anfang 2007, davor hieß es Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten. Es ist jenes Ressort der Österreichischen Bundesregierung, welchem die Agenden der Außenpolitik, darunter die Vertretung Österreichs gegenüber anderen Staaten und Organisationen sowie die Koordination der österreichischen EU-Politik, zufallen. Geleitet wird das BMeiA von der Bundesministerin für europäische und internationale Angelegenheiten.
Bearbeiten BundesministerSeit 2. Dezember 2008 leitet Michael Spindelegger (ÖVP) als 16. Außenminister der Zweiten Republik das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten. Bearbeiten StaatssekretärBearbeiten KompetenzenLaut dem österreichischen Bundesministeriengesetz obliegen dem BMeiA "auswärtige Angelegenheiten, soweit sie nicht in die Zuständigkeit eines anderen Bundesministeriums fallen". Aufgelistet werden insbesondere:
Bearbeiten OrganisationDas BMeiA ist in Sektionen, Gruppen, Abteilungen und Referate gegliedert:
Bearbeiten Historische EntwicklungDie Geschichte internationaler Diplomatie ist eng mit der Stadt Wien verbunden. Eine erste einheitliche Klassifikation von Diplomaten erfolgte anlässlich des Wiener Kongresses 1815 und durch das Aachener Protokoll 1818. Als unter dem Dach der Vereinten Nationen die Usancen internationaler Beziehungen in einen völkerrechtlichen Rahmen gegossen wurden, fanden die entsprechenden Konferenzen in Wien statt und gipfelten sowohl im Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen (1961) als auch im Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen (1963). Als Geburtsstunde eines selbständigen österreichischen diplomatischen Dienstes gilt das Jahr 1720, als Kaiser Karl VI. die Verwaltung der auswärtigen Beziehungen einem eigenen Minister übertrug. Nach dem Zerfall der Donaumonarchie wurden die auswärtigen Angelegenheiten vom Bundeskanzleramt wahrgenommen, zahlreiche Bundeskanzler der Ersten Republik hatten daher gleichzeitig den Posten des Außenministers inne. Erst 1959 wurde ein eigenes Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten errichtet. Mit Amtsantritt der Bundesregierung Gusenbauer I entschieden die neuen Koalitionspartner SPÖ und ÖVP, das Ministerium umzubenennen. Als Grund nannte Außenministerin Plassnik, dass die bisherige Bezeichnung "die Verwobenheit, Vernetztheit, Partnerschaft und Solidarität, die unsere internationalen Beziehungen prägen" nicht mehr klar genug zum Ausdruck gebracht, sondern "eher den Beigeschmack von Abgrenzung" gehabt hätte. Die Änderung der Bezeichnung des Ministeriums gehe zwar nicht mit einer Änderung der Kompetenzen einher, schaffe aber einen neuen Akzent im Selbstverständnis der österreichischen Diplomatie. Diesen soll auch eine kontinuierliche Öffnung des BMeiA widerspiegeln. So fanden 2007 erstmals zwei Tage der Offenen Tür im Ministerium anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung der Römischen Verträge am 25. März sowie des österreichischen Nationalfeiertags am 26. Oktober statt. Darüber hinaus besteht für interessierte Schülergruppen die Möglichkeit, das Ministerium zu besuchen. Bearbeiten Zeitleiste
Bearbeiten Amtssitz des BMeiANach 286 Jahren am Ballhausplatz 2, der Adresse des österreichischen Bundeskanzleramts, bzw. wegen des dortigen beschränkten Platzangebots auf mehrere zusätzliche Bürogebäude verstreut, übersiedelte das Außenministerium im Jahr 2005 in die mit einer gläsernen Brücke verbundenen Gebäude Herrengasse 11 und 13, wobei der Haupteingang am Minoritenplatz 8 und somit im Herzen des Wiener Regierungsviertels liegt. In den beiden Palais, die bis zu deren Verlegung nach St. Pölten die niederösterreichische Landesregierung beherbergt hatten und deren beider Errichtung 1848 vollendet worden war, ist heute die gesamte so genannte „Zentrale“ des Außenministeriums untergebracht, lediglich die Diplomatische Akademie und die dort angesiedelte Außenpolitische Bibliothek befinden sich nicht am Minoritenplatz. Neben der gläsernen Verbindungsbrücke und dem im weiterhin vom Land Niederösterreich als Veranstaltungszentrum „Palais Niederösterreich“ verwendeten Teil des Gebäudes Herrengasse 13 gelegenen ehemaligen Landtagssaal mit seinen berühmten hochbarocken Deckenfresken, sind vor allem die beiden Tagungs- und Veranstaltungsräume „Wappensaal“ und „Marmorsaal“ berühmt für deren künstlerische Ausgestaltung. In ersterem finden sich heute zahlreiche hochwertige Reproduktionen von historischen Landkarten aus dem Bestand der Österreichischen Nationalbibliothek, die Decke des „Marmorsaals“ wiederum ziert der erste und bedeutendste staatliche Historienmalerei-Zyklus Österreichs von Leopold Kupelwieser. Bearbeiten Liste und Zeitleiste der österreichischen AußenministerBearbeiten Liste der Außenminister von 1918 bis 1938
*auch Staats- bzw. Bundeskanzler Bearbeiten Liste der Außenminister seit 1945
Bearbeiten Siehe auchBearbeiten Weblinks
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