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Alfred Beit (* 15. Februar 1853 in Hamburg; † 16. Juli 1906 auf dem Landsitz Tewin Waters in der Nähe von Welwyn in der englischen Grafschaft Hertfordshire ) war ein britisch - südafrikanischer Gold- und Diamantenmagnat. Er war ein Mäzen und einer der reichsten Männer seiner Zeit. Politisch war er Anhänger Cecil Rhodes und seiner Ideen eines britischen Imperialismus.
Bearbeiten FamilieAlfred Beit wurde 1853 in Hamburg geboren. Seine Eltern Siegfried Beit (1818 - 1881) und Laura geb. Hahn (1824 - 1918), waren 1851 vom jüdischen zum protestantischen Glauben übergetreten. Siegfried Beit stammt aus einer bekannten Hamburger Familie sephardischen Ursprunges, sein Urgroßvater hatte den Vorläufer der Norddeutsche Affinerie gegründet, sein Bruder Ferdinand Beit (1817-1870) hatte die Chemie und Farben Fabrik Beit & Co gegründet und war an der Gründung der Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG beteiligt. Siegfried Beit war Tuchkaufmann und hatte, auch aus gesundheitlichen Gründen, wenig Erfolg. Beit ging auf die Privatschule Dr. Schleiden und wuchs wie sein Klassenkamarad Werner von Melle berichtet in einfachen Verhältnissen auf. [1] Bearbeiten LebenBeit machte nach Abschluss der Schule 1870 bei der Hamburger Im- und Export Firma David Lippert & Co eine zweijährige Lehre. Von 1. April 1873 machte er seinen Wehrdienst als einjährigen Freiwilliger beim Infanterie-Regiment „Hamburg“ (2. Hanseatisches) Nr. 76. Darauf lernte er zusätzlich 1 Jahr Diamantenschleifer in einem Betrieb bei Verwandten in Amsterdam. 1875 reist Beit im Auftrag der Firma David Lippert & Co in die Kapkolonie zur Stadt New Rush, die 1877 in Kimberley umbenannt werden sollte, um dort als Diamanteneinkäufer zu arbeiten. Beit war sehr erfolgreich und wurde bereits im folgenden Jahr selbstständiger Agent der Firma David Lippert & Co. Er arbeitete bis 1879 für Lippert und Co. [2] Um das Kapital für seine eigenen Geschäfte zu bekommen wendete sich Beit an den Geschäftsfreund seines Vaters Jules Porgès (1839-1921) der sich 1876 auch in New Rush aufhielt. Beit wechselte im Folgenden zu Porgès & Cie und wurde zusammen mit Julius Wernher, der seit 1873 für Porgès & Cie in Südafrika weilte, 1880 Teilhaber. Als Porgès sich 1889 aus den Geschäften in Südafrika verabschiedete wurde von Beit und Wernher die Firma Wernher, Beit & Co als Nachfolgerin gegründet. Über Porgès & Cie gelang es Beit viele Anteile an Diamantenminen nicht nur rund um Kimberly zu erwerben und damit Einfluss im beginnenden Konzentrationsprozess zu erlangen. In diesem Zusammenhang begann auch die Zusammenarbeit mit Cecil Rhodes. Als dieser 1888 De Beers Consolidated Mines Limited gründete brachte Beit seine Anteile an Diamantenminen ein, wurde einer von 4 Hauptanteilseignern von De Beers und Direktor auf Lebenszeit. Rhodes und Beits arbeiteten fortan zusammen in der Hinsicht das Rhodes sich um die politische Seite und Beit sich um die finanzielle Seite von Geschäften kümmerte. Das Beit Rhodes sehr ergeben war, lässt sich auch daran erkennen, das er an der Planung und Finanzierung des gescheiterten Jameson-Raid, eines Überfalls auf Paul Kruger's Südafrikanische Republik 1895, beteiligt war. Beit war aber nicht nur im Diamantenhandel und Produktion sehr erfolgreich, ab 1886 gelang es Ihm auch große Teile der Schürfrechte an neu entdeckten Goldvorkommen im Gebiet Witwatersrand zu erwerben und auch dort ein beträchtliches Vermögen zu verdienen. 1888 gegründete Beit zusammen mit Rhodes die Britisch-Südafrikanische Gesellschaft, die sich um die Ausbeutung der Witwatersrand Goldvorkommen und Landeroberung und Erschließung im Südrhodesien kümmert. Beit war in diesem Zusammenhang auch der erste der sich, um die Modernisierung und Erforschung neuer Schürftechniken kümmerte. Ab 1888 verlegte Beit seinen Hauptwohnsitz nach London und nahm die britische Staatsbürgerschaft an. Seit dem war er auch mit dem Ankauf von Kunst beschäftigt. Er erwarb eine umfangreiche Sammlung, wobei er sich bei Käufen unter anderem durch Wilhelm von Bode beraten ließ. Seit 1905 war er Gesundheitlich schwer angeschlagen, er verstarb 1906 unverheiratet und kinderlos. Bearbeiten MäzenentumSchon zu Lebzeiten hat Beit unterschiedlichen Einrichtungen Stiftungen gemacht. Da Beit Wilhelm Bode verbunden war, wurde dem Kaiser Friedrich-Museums-Verein, vor Eröffnung des entsprechenden Museums 1899 der Kauf des Bildniss Landschaft mit dem Schiffbruch des Paulus von Peter Paul Rubens ermöglicht.[3] Der Gemäldegalerie (Berlin) wurden 1904 das Gemälde von Mr. John Wilkinson von Thomas Gainsborough [4] und zu einem anderen Zeitpunkt ein Gemälde von Joshua Reynolds vermacht.[5] Aus dem Erbe Beits erhielt das Kaiser-Friedrich-Museum 1907 als Vermächtnis die Statue Herkules von Antonio del Pollaiuolo geschenkt.[6] Auch der Hamburger Kunsthalle wurden Bilder geschenkt. So übernahm Beit die Kosten für das von Alfred Lichtwark angeregte und 1906 von Max Liebermann fertiggstellte Bild des Hamburger Professorenkonvent.[7] Die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung, die Keimzelle der späteren Universität Hamburg wurde überhaupt erst ermöglicht durch die Schenkung der ersten 2 Millionen Goldmark von Beit. Er stiftete 1905 einen Lehrstuhl für Koloniale Geschichte an der Universität Oxford, dieser heißt heute Beit Professor of Commonwealth History.[8] In London wurde der Royal School of Mines des Imperial College London beträchtliche Mittel vermacht, eine Büste von Beit ziert den Eingangsbereich der Royal School of Mines. Zur Unterstützung der Gründung einer Universität in Johannesburg sah das Testament von Beit eine Summe 200 000 Pfund vor, da diese nicht schnell genug realisiert wurde, wurden diese Mittel aufgestockt, um eine ähnliche Summe durch Wernher für den Bau der Universität Kapstadt verwendet.[9] Der Größte Teil seines Vermögens floss in den Beit-Trust, der die Aufgaben hat Infrastruktur- und Bildungsmaßnahmen im Südlichen Afrika und zu unterstützen. So wurden als Beispiel vom Trust 1929 die Alfred-Beit-Brücke über denn Limpopo (Fluss) errichtete, die einzige Verbindung von Simbabwe nach Südafrika. Neben dieser Brücke ist die Stadt Beitbridge entstanden. Der Beit-Trust ist auch heute fördernd in Malawi, Sambia und Simbabwe aktiv. Bearbeiten Einzelnachweise
Bearbeiten Literatur
Bearbeiten Weblinks
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