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Die Österreichische Post AG wurde 1999 rechtlich verselbständigt und ist unter der Firmenbuchnummer 180219d beim Handelsgericht Wien registriert. Die Österreichische Post AG ist mittelbare Rechtsnachfolgerin der Geschäftszweige „Gelbe Post“ und „Postautodienst“ der ehemaligen Österreichischen Post- und Telegraphenverwaltung. Diese Geschäftszweige sind am 1. Mai 1996 bei der Teilung der Österreichischen Post- und Telegraphenverwaltung in die so genannte Gelbe Post und in die Telekom Austria entstanden. 2000 wurde der Postautodienst vom Mutterkonzern abgespalten und die Post AG konzentriert sich seitdem auf ihr Kerngeschäft. Im Februar 2002 tritt die Universaldienstverordnung in Kraft, die eine flächendeckende Versorgung der Einwohner Österreichs sicherstellen soll. Ab Mitte 2004 wurde die Privatisierung der Österreichischen Post AG diskutiert und in weiterer Folge durchgeführt. Am 16. Mai 2006 startete der Verkauf von 31,5 Millionen Aktien der Österreichischen Post AG. Seit 31. Mai notiert die Aktie erstmals an der Wiener Börse, seitdem erreichte die Aktie eine Performance von 49.47% und hat eine Marktkapitalisierung von über 1,97 Mrd. Euro (Stand 4. Oktober 2007). Sie ist zu 51% im Besitz der ÖIAG und zu 49% im Streubesitz. Die Österreichische Post AG hat zahlreiche nationale und internationale Beteiligungen, insbesondere in den neuen EU-Staaten und Kroatien (Firmen: Kolos und Weber Escal) sowie in Deutschland (trans-o-flex, meiller direct). Mit Ende Oktober 2006 wurde bekanntgegeben, dass am deutschen Logistikunternehmen Trans-o-flex mit Jahresbeginn 2007 74,9% übernommen werden.
Bearbeiten Rechtsgrundlagen
Bearbeiten Organe der GesellschaftBearbeiten VorstandDipl.Ing. Dr. Herbert Götz, Dipl.Ing. Walter Hitziger, Mag. Dr. Rudolf Jettmar, Dipl.-Bwt.(FH) Carl-Gerold Mende und Dr. Anton Wais; jeweils mit Kollektivzeichnung. Bearbeiten ProkuristenMag. Thomas Auböck, Ewald Baumann, Hans Baumann, Mag. Thomas Doll, Mag. Manfred Feichter, Dr. Erich Haas, Mag. Ernst Kabas, Mag. Gerald Kisling, Mag. Max Moser, Mag. Karin Nistelberger, Mag. Friedrich Paul, Johann Stopfner, Dipl.Ing.(FH) Michael Ullrich, Dipl.Ing. Peter Umundum, Mag. Carl-Georg Vogt, Dipl.Bw. Martin Weseloh, Mag. Martin Wolf und Mag. Gabriela Zraunig; jeweils mit Kollektivzeichnung. Bearbeiten AufsichtsratDieter Bock, Dr. Horst Breitenstein, Gerhard Fritz, Dr. Edith Hlawati, Helmut Köstinger, Dr. Peter Michaelis, Martin Palensky, Dr. Gerhard Roiss, Dr. Karl Stoss, Dkfm. Hans Wehsely, Manfred Wiedner und Dipl.Ing. Rainer Wieltsch. Bearbeiten KritikDer Österreichischen Post AG wird regelmäßig vorgeworfen, dass sie sich gerade in Datenschutzbelangen nicht gesetzeskonform verhält und ihre derzeit noch vorhandene Monopolstellung ausnützt. Aufgrund der Ausgliederung der Post aus dem Bundeshaushalt im Jahr 1996 und der immer weiter voranschreitenden Liberalisierung hat die Post dazu bewegt, neue Geschäftsfelder erschließen zu müssen. Das hat auch zum Adresshandel geführt. Nach dem Motto „Unsere Adressen sind mehr wert“ [1] hat die Post die nicht mehr bestehende „Postadress Austria GmbH“ gemeinsam mit dem privaten Datenhändler Schober Suppan Direktmarketing GmbH gegründet und ist in den Adresshandel eingestiegen. Im Jahr 2003 erhielt die Österreichische Post AG ihren zweiten Preis bei den Big Brother Awards Austria. Dabei wurde vor allem die Tatsache bemängelt und bekannt, dass die Post sich bei einem Nachsendeauftrag eine Ermächtigung zur Datenweitergabe der gemachten Angaben erteilen ließ. Ohne dieser Einverständniserklärung wurden Nachsendeaufträge entgegen dem Datenschutzgesetz oftmals nicht angenommen. Auch versucht die Post mit allen Mitteln, möglichst viele Daten ihrer Kunden zu bekommen. So werden Nachnahmesendungen nur ausgehändigt, wenn der Kunde sein Geburtsdatum und seinen Geburtsort angibt.[5] Regelmäßig wurde die Post in der Ö1-Reihe „Help“ wegen ihrer Praxis, dass bei Nachsendeaufträgen die Adressen gewinnbringend verwertet werden, vor allem für die Tatsache kritisiert, dass die Ermächtigung zur Datenweitergabe und die Streich- bzw Widerrufsmöglichkeit zu klein geschrieben ist und daher von den Kunden oftmals übersehen wird und somit zu unliebsamen Überraschungen führt.[7] Auch wenn ein Kunde der Weitergabe seiner Daten widersprach, wurden Daten weitergegeben. Die Post rechtfertigte dies damit, dass laut Angabe des Unternehmens 86% der Kunden einer Weitergabe zustimmen würden. Es ist daher im Programm die Weitergabe als „normal“ vorgegeben. Der hohe Prozentsatz sagt natürlich nichts darüber aus, wieviel der Kunden die Widerrufsmöglichkeit übersehen haben oder möglicherweise auch falsch verstanden haben. Die Post hat einige Zeit damit geworben, dass durch die Datenweitergabe auch Versandhäuser und ähnliche verständigt werden und sich der Kunde damit Arbeit erspart.[8] Bei den Big Brother Awards Austria 2008 hat die Post wieder für ihren Umgang mit Kundendaten bei Nachsendeaufträgen und für die Datensammelwut bei Nachsendeaufträgen sowie Nachnahmesendungen den „Lebenslangen Ärgernis“-Preis gewonnen.[9] Bearbeiten Geschichtesiehe auch: Österreichische Postgeschichte bis 1806 1490 Erste standardisierte Postverbindung Europas zwischen Innsbruck und Mechelen (Belgien) 1722 erklärt Kaiser Karl VI. die Post zum Staatsmonopol Unter Maria Theresia und Josef II. wird der Postreisedienst durch regelmäßig verkehrender Postkutschen begonnen 1787 führt der Postmeister Johann Georg Khumer den Poststempel ein 1817 Neuordnung des Portoentrichtungssystems, Einführung der Briefkästen 1850 die erste österreichische Briefmarke erscheint 1863 Internationale Postkonferenz in Paris – Richtlinien für den Abschluss internationaler Postverträge 1869 die ersten Postkarten (Correspondenz-Karten) 1874 Gründung des Weltpostvereins 1875-1956 Rohrpost in Wien. Im Endausbau insgesamt 53 Rohrpoststellen auf einer Gesamtlänge von 82,5 Kilometer 1881 wird das erste Telefonnetz in Betrieb genommen 1916 Erste Hausbriefkästen in Österreich 1918 Weltweit erster ziviler Flugpostdienst in Österreich 1966 Etablierung des Postleitzahlensystems 1974 das erste Mobiltelefonnetz 1986 EMS (Express Mail Service), die vorrangig behandelte Versendung von Briefen und Paketen 1996 Gründung der Post und Telekom Austria (PTA) aus der ehemaligen Österreichischen Post- und Telegraphenverwaltung 1998 Abspaltung der Telekom Austria 1999 Die Post wird als Österreichische Post AG rechtlich verselbstständigt 2001 Abspaltung des Geschäftszweigs Postautodienst an die ÖIAG 2001 Erwerb eines Anteils von 74,9% an feibra Österreich 2002 Inbetriebnahme des damals größten Brief-Verteilzentrums Europas in Wien-Inzersdorf 2002 Akquisition der slowakischen Paketgesellschaften Slovak Parcel Service (SPS) und In-Time 2003 Übernahme der kroatischen Overseas Trade 2004 Verkauf der Postversicherung 2005 Kauf von Feibra Ungarn (unadressierte Werbesendungen), Aufstockung des Anteils an feibra Österreich (unadressierte Werbesendungen) auf 100% 2005 Verkauf der Anteile an den DPD-Paketdiensten als Vorbereitung des Einstiegs in den österreichischen B2B-Paketmarkt 2006 Börsengang an der Wiener Börse – 49% Streubesitz 2006 Post24, vollautomatische Stationen zum Pakete abholen und retournieren in Wien zu jeder Tages- und Nachtzeit 2006 Akquisition von Kolos (Slowakei)/Werbesendungen, Wiener Bezirkszeitung (Österreich)/Medienpost, Weber Escal (Kroatien)/Werbesendungen, trans-o-flex (Deutschland)/B2B-Paket & Logistik 2007 Übernahme des deutschen Direktmarketing-Spezialisten meiller direct mit Hauptsitz im bayerischen Schwandorf Bearbeiten Siehe auchBearbeiten QuellenBearbeiten Einzelnachweise
Bearbeiten Weblinks
Unternehmen im Austrian Traded Index (ATX) (Stand: 24. September 2008)
Andritz AG | Austrian Airlines AG | bwin Interactive Entertainment AG | Erste Bank Group AG | Flughafen Wien AG | Intercell AG | Mayr-Melnhof Karton AG | Österreichische Post AG | OMV AG | Palfinger AG | Raiffeisen International Bank-Holding AG | RHI AG | Schöller Bleckmann AG | STRABAG SE | Telekom Austria AG | Verbundgesellschaft AG | voestalpine AG | Wienerberger AG | Vienna Insurance Group AG | Zumtobel AG Unternehmen im prime market (Wiener Börse) (Stand: 3. September 2007)
A-TEC Industries AG | Agrana Beteiligungs-AG | Andritz Aktiengesellschaft | Austrian Airlines AG | AVW Invest AG | Bene AG | Böhler-Uddeholm AG | Bain Force Holding AG | bwin Interactive Entertainment AG | BWT AG | CA Immo International AG | CA Immobilien Anlagen AG | Century Casinos Inc | Christ Water Technology AG | Constantia Packaging AG | Convert Immobilien Invest AG | Do & Co Restaurants & Catering AG | ECO Business Immobilien AG | Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG | Energie-Versorgung Niederösterreich AG | Eybl International AG | Flughafen Wien AG | Frauenthal Holding AG | HEAD N.V. Registered Shares EO -,01 | Hirsch Servo AG | HTI High Tech Industries AG | Immoeast AG | Immofinanz AG | Intercell AG | JoWooD Productions Software AG | Kapsch TrafficCom AG | KTM Power Sports AG | Mayr-Melnhof Karton AG | Meinl European Land LTD. | Österreichische Post AG | OMV AG | Palfinger AG | Pankl Racing Systems AG | Polytec | Raiffeisen International Bank-Holding AG | RHI AG | Rosenbauer International AG | S&T System Int.&Tech. Distr.AG | Schoeller-Bleckmann AG | Semperit Holding AG | SkyEurope Holding AG | Sparkassen Immobilien AG | SW Umwelttechnik AG | Telekom Austria AG | UNIQA Versicherungen AG | Unternehmens Invest AG | Verbundgesellschaft AG | voestalpine AG | Warimpex Finanz- und Bet. AG | Wienerberger AG | Wiener Städtische Allgemeine Versicherung AG | Wolford AG | Zumtobel AG |
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