Mit Ölsaat werden Pflanzensamen mit einem hohen Ölgehalt bezeichnet. Der Fettgehalt liegt hierbei im Mittel etwa bei 30-45 Prozent[1]. Ölsaaten werden in erster Linie zur Herstellung von Pflanzenöl verwendet. Hierbei spielen hochwertige Speiseöle neben Ölen für technische Zwecke die größte Rolle. Ein kleiner Teil der Samen wird im Ganzen oder als Schrot auch im Lebensmittel- oder Futtermittelhandel eingesetzt.
Bearbeiten Gewinnung von Fetten aus Ölsaaten
Der Behandlungsprozess des Saatgutes kann die folgenden Vorgänge umfassen: Reinigen, Schälen, Zerkleinern, Konditionierung, Pressung, Extraktion.
Durch magnetische Abscheider werden Metallteile entfernt, durch das sogenannte Windsichten werden leichte Verunreinigungen entfernt. Anschließend wird die Saat entweder vorab geschält (z.B. bei Sonnenblumkernen, Sojabohnen, Baumwollsaaten) oder gleich direkt zerkleinert. Die Zerkleinerung erfolgt über Walzenpaare. Es gibt Walzen, die über 150 Tonnen Ölsaaten pro Tag zerkleinern können. Dann erfolgt mitunter eine Konditionierung durch Zerstörung von Zellwänden mittels Wasserdampf. Anschließend wird mit sogenannten Schneckenpressen das Fett gewonnen, ca. 4-7% Fett verbleibt dabei im Rückstand. Bei der Extraktion wird ein organischen Lösungsmittel - zumeist n-Hexan - verwendet, um die Fette zu lösen. Die Miszella (die mit Fett angericherte n-Hexan-Lösung) wird in einen Verdampfer geleitet, wobei das n-Hexan abdestilliert wird. Nun wird das Wasser entfernt und das Öl der Raffination (zur Veredlung) zugeleitet.
Bearbeiten Pflanzen, die zur Produktion von Ölsaat eingesetzt werden
Biodiesel, Ölmühle, Pflanzenöl
- ↑ Ölsaaten (auf schrotundkorn.de)
|